Sportmix Derby-Feeling auf roter Asche

Die Oberbadische, 14.06.2018 20:11 Uhr

Es ist nicht nur das Spitzenspiel der Oberliga, sondern auch das prestigeträchtige Duell zweier Hochrhein-Teams. Am dritten Spieltag treffen die ungeschlagenen Herren-Mannschaften des TC RW Tiengen und des TC 1923 Grenzach aufeinander. „Da geht es rund, es ist das Highlight der Saison“, lässt Grenzachs Teamchef Fabian Beck wissen.

Von Mirko Bähr

Grenzach-Wyhlen. Und obwohl es der Höhepunkt der Sommerrunde ist, wird Beck selbst nicht mit von der Partie sein. Seine Schläger werden an diesem Wochenende nicht angerührt. Der Grund: Beck tanzt auf einer anderen Hochzeit. „Einer meiner besten Freunde heiratet, da kann man nicht einfach so abhauen. Familie und Freunde sind eben dann doch wichtiger“, lässt er wissen.

Etwas leichter fällt ihm die Absage auch deshalb, weil man in dieser Spielzeit personell gut aufgestellt sei. „Die anderen freuen sich, dass sie spielen dürfen“, sagt Beck. Und so wird wohl Philipp Kahoun für den Mannschaftsführer in die Aufstellung rücken. Hinten wird erneut Dennis Baumgartner in der Ersten aufschlagen.

Das steht bei Grenzachs Spitzenspieler Dimitar Grabul noch nicht fest. Am vergangenen Wochenende klagte er über Schmerzen im Knie. „Er ist nicht fit, diese Woche gab es noch eine medizinische Untersuchung. Mal schauen, ob er mitmachen kann“, weiß Beck nichts Genaues.

Klar ist für ihn aber, wer als Favorit ins Derby-Rennen geht. Die Hausherren aus Tiengen nämlich. „Dieses Derby will niemand verlieren. Man kennt sich gut. Vor allem das Heimteam will da nicht als Verlierer vom Feld gehen. Und so wird Tiengen sicherlich eine starke Equipe auffahren“, glaubt Beck.

Gerade vorne raus mit der Nummer eins, Raphael Lustenberger, sei der kommende Gegner schon richtig klasse besetzt. Grenzachs Kapitän würde es zudem nicht wundern, wenn Tiengen im brisanten Hochrhein-Duell auch noch den Spanier Ignaci Villacampa-Roses aufbieten würde.

Für die Gäste gehe es bei allem Siegeswillen deshalb in erster Linie darum, den großen Favoriten, was im Übrigen auch die Oberliga-Meisterschaft betreffe, „etwas zu kitzeln“, das Heimteam ein bisschen zu ärgern.

Für Fabian Beck ist dieses Aufeinandertreffen eine Art vorgezogenes Finale im Titelkampf. Ein vorentscheidendes Duell im Kampf um Rang eins. „Danach könnte die Meisterschaft schon klar sein. Ich sage extra ’könnte’, denn dann stehen ja immer noch vier Saisonspiele auf dem Programm. Da kann eben auch noch viel passieren. Zwei Verletzte, dann sieht die Welt schon wieder anders aus“, macht Grenzachs Teamkapitän Beck klar.

 
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