Sportmix Dezimierte Wölfe ohne Chance

Michael Hundt
Calvin Pokorny rackerte unermüdlich, aber auch vergeblich, gegen die Niederlage. Foto: Grant Hubbs

Schon vor dem Spiel war allen Beteiligten auf Seiten des EHC Freiburg klar, dass die Sonntagspartie gegen die Falken aus Heilbronn kein Sonntagsspaziergang sein wird. Zu geschwächt war der Freiburger Kader durch die coronabedingten Ausfälle. Am Ende stand eine 0:9-Niederlage für die Wölfe zu Buche.

Von Michael Hundt

Freiburg. Gerade einmal neun Profis hatte Cheftrainer Robert Hoffmann vor dem Spiel zur Verfügung. Aufgefüllt mit Akteuren aus der 1B-Mannschaft sowie mit reaktivierten Spielern brachten es die Wölfe immerhin auf zwölf Feldspieler und einen Torhüter. Zu wenig, um gegen die nahezu in Bestbesetzung angetretenen Heilbronner Falken über 60 Minuten bestehen zu können. Die Namensliste auf der Aufstellung war damit genauso groß wie die Liste mit den Namen derer, die nicht auflaufen konnten oder durften.

„Wir haben das Spiel über die Bühne bekommen. Über die Sinnhaftigkeit dieser Partie braucht man eigentlich nicht mehr viel zu sagen“, machte sich Hoffmann Luft über die Vorgaben der DEL2, ob und wann eine Begegnung in der zweithöchsten deutschen Eishockeyliga angepfiffen oder verschoben wird.

Die Regularien der DEL2 sehen vor, dass ein Spiel erst dann abgesagt beziehungsweise verschoben werden kann, wenn weniger als neun Spieler zur Verfügung stehen. Da aufgrund der bisherigen Spielabsagen der Terminkalender bei den Freiburgern aber bereits randvoll ist, kam eine weitere Verschiebung quasi nicht in Frage. Mit dem sprichwörtlich letzten Aufgebot wagten sich die Wölfe dann in die ungleiche Partie. In den ersten beiden Spielabschnitten hielten die Hausherren angesichts der personellen Situation sogar noch gut mit. „Mit etwas mehr Glück hätten wir im ersten oder im zweiten Drittel sogar einen Treffer erzielen können“, so Hoffmann.

Am Ende waren die Wölfe-Spieler stehend k.o., denn einige Akteure standen mehr als die Hälfte der Spielzeit aktiv auf dem Eis. In einer Sportart, bei der ob der körperlichen Belastungen Ruhepausen ein wesentlicher Bestandteil sind, war diese Belastung dann einfach zu viel.

Im letzten Drittel setzte sich die nummerische Überlegenheit der Falken durch und sorgte für drei Treffer binnen gut zwei Minuten und insgesamt fünf in diesem Schlussabschnitt. Lichtblicke in den Schlussminuten waren der unermüdliche Einsatz von Calvin Pokorny, der trotz des eindeutigen Spielstandes nicht von seinem körperlichen Spiel absah, und einige Paraden von Torhüter Maurice Hempel, die die 500 Zuschauer in der ausverkauften „Echte Helden Arena“davon abhielten, die Partie vorzeitig zu verlassen.

Schon heute Abend stehen die Freiburger vor der nächsten schwierigen Aufgabe. Vor heimischem Publikum ist der EV Landshut ab 19.30 Uhr der nächste Gegner im Freiburger Eisstadion. Da die Niederbayern aber am Sonntag ihre Partie aufgrund positiver Corona-Schnelltests absagen mussten, stand am gestrigen Nachmittag hinter dem heute geplanten Match noch ein großes Fragzeichen. Personell hat sich bei den Hausherren aber nicht viel verändert.

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