Sportmix Die Messe ist früh gelesen

Enrico Salvarani, Keeper des EHC Freiburg, hat viel zu tun. Hier pariert er gegen Bietigheims Brett Breitkreuz. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Freiburg. Mächtig eingeschlagen hat es im Kasten von Enrico Salvarani in Spiel eins der Playoff-Halbfinal-Serie. Der EHC Freiburg musste sich zuhause im Baden-Württemberg-Derby der DEL2 den Bietigheim Steelers klar mit 2:6 geschlagen geben. Nach dem ersten Drittel hatte es noch anders ausgesehen. Die Freiburger hatten die Anfangsphase klar dominiert. Dann aber kamen die Steelers – und wie.

Die Freiburger, die ohne Kapitän Simon Danner, Georgiy Saakyan, Jordan George und Luca Trinkberger antraten, agierten im ersten Drittel defensiv diszipliniert und offensiv zielstrebig. So ließ sich das erste Drittel aus Sicht des EHC zusammenfassen.

Zahlreiche Bietigheimer Angriffe wurden bereits im Keim erstickt. Die Wölfe ackerten in der Defensive unermüdlich. Und im Powerplay schlugen sie nach drei Minuten schon das erste Mal zu. Andrée Hult traf hoch ins lange Kreuzeck und sorgte so für die frühe Führung. Und die Hausherren hatten weitere gute Möglichkeiten. Alle drei Angriffsreihen erspielten sich gute Torchancen. Christoph Kiefersauer konnte nach neun Minuten aus kurzer Distanz Keeper Leon Doubrawa nicht überwinden. Chad Bassens Schuss rutschte wenig später knapp am Kasten vorbei. EHC-Goalie Salvarani packte in der 16. Minute eine tolle Parade gegen Robin Just aus.

Mit einer 1:0-Führung ging es ins Mitteldrittel, das von Steelers-Stürmer Norman Hauner geprägt wurde. Zwischen der 24. und 32. Spielminute gelangen ihm gleich drei Tore. Benjamin Zientek erzielte 90 Sekunden vor Hauners drittem Treffer die erstmalige Führung für die Gäste, als er einen Schlagschuss unhaltbar abfälschte. Und wieder gelang es also den Steelers, in einem Drittel viermal einzunetzen. So wie zuletzt in Spiel fünf gegen die Frankfurt Lions.

Zunächst aber hatten die Freiburger Hauners Ausgleich auf die eigene Art und Weise beantwortet. Mit dem zweiten Powerplaytreffer in der 28. Minute nämlich. Den Wölfen gelang es aber nicht mehr, so eng am Gegenspieler dran zu sein wie im ersten Abschnitt. Offensiv tat sich der EHC schwerer, zu Chancen zu kommen. Die Steelers hatten vor allem läuferisch und physisch einen Gang höher geschaltet.

Gegen Ende des Drittels boten sich den Wölfen aber nochmals Chancen für Kiefersauer und Hult, die es aber versäumten, den EHC wieder in Schlagdistanz zu bringen.

Das dritte Drittel begann dann denkbar ungünstig für die Hausherren. Bietigheim traf nach gerade einmal 18 Sekunden zur Vorentscheidung. Hult gewann ein Bully vor Salvarani, jedoch sprang der Puck genau auf Evan Jaspers Schläger, der per Handgelenkschuss hoch ins kurze Eck zum 2:5 vollendete (41.).

Dieser fünfte Gegentreffer war ein echter Wirkungstreffer. So gelang es den Wölfen nicht, die Steelers in einem weiteren Powerplay ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Nachdem Riley Sheen dann stattdessen für Bietigheim in Überzahl das 6:2 folgen ließ, war die Messe rund zwölf Minuten vor dem Ende endgültig gelesen. EHC-Coach Peter Russell gratulierte dem Gegner in der Pressekonferenz zu einem verdienten Erfolg. Bereits heute haben er und seine Jungs die Chance, die Serie wieder auszugleichen. Im Ellental steigt Partie Nummer zwei.

EHC-Coach Peter Russell erkannte dies in der Pressekonferenz an und gratulierte den Gästen zum aus seiner Sicht verdienten Sieg.

Tore: 1:0 (02:07) Andrée Hult (Nikolas Linsenmaier, Scott Allen) 5-4, 1:1 (23:57) Norman Hauner (Benjamin Zientek, Nicolai Goc), 2:1 (27:32) Christian Billich PP (Scott Allen, Andrée Hult) 5-4, 2:2 (29:19) Norman Hauner (Alexander Preibisch, Benjamin Zientek), 2:3 (30:33) Benjamin Zientek (Benjamin Hüfner, Norman Hauner), 2:4 (31:59) Norman Hauner PP (C.J. Stretch, Benjamin Zientek) 5-4, 2:5 (40:18) Evan Jasper (Matt McKnight), 2:6 (48:15) Riley Sheen (Alexander Preibisch) 5-4. Strafminuten: Freiburg 8, Bietigheim 8.

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