Weil am Rhein - Das vorzeitige Weihnachtsgeschenk gab es für Verbandsligist VC Weil schon am vergangenen Wochenende. Da lag der Gast bei der dritten Mannschaft der Freien Turner aus Freiburg im entscheidenden Durchgang bereits mit 5:12 zurück, ehe Weil eine unglaubliche Aufholjagd startete, den Tiebreak mit 15:13 für sich entschied und damit auch zwei Zähler auf die Heimreise mitnahm.

„Wir hätten das niemals gewinnen dürfen“, kann es Teamchef Heiko Meißner kaum glauben. „Aber der Gegner verteilte Geschenke in Form von Punkten. Wir haben plötzlich keine Fehler mehr gemacht und Freiburg dafür ganz viele.“

Mit diesem Bonuspunkt rangiert der VC nach sieben Saisonpartien auf dem vierten Tabellenplatz. Nun steht das letzte Vorrundenmatch auf dem Programm. Die Auswärtspartie beim Tabellenführer VC Offenburg II ist gleichzeitig auch das letzte Spiel in diesem Jahr.

„Es gilt, das Debakel gegen deren erste Mannschaft wettzumachen“, macht Meißner deutlich, dem das 0:3 gegen das Tabellenschlusslicht noch schwer im Magen liegt. „Das war desolat“, erinnert er sich nun ungern zurück. Nach der Aufholjagd und den völlig unerwarteten zwei Zählern vom vergangenen Wochenende geht es jetzt mit „viel Motivation und Vorfreude“ in die Ortenau. Die Partie geht am Sonntag ab 11 Uhr in der Offenburger Sporthalle Nordwest über die Bühne.

Gegner hat alle Partien bisher gewonnen

Ein Spaziergang wird dieser Ausflug allerdings nicht. „Das wird ein schwieriges Unterfangen, schließlich hat Offenburg II erst einen Punkt liegen gelassen“, weiß Meißner. Sonst hat der Spitzenreiter alle sechs Begegnungen souverän für sich entschieden.

Doch bereits im Vorfeld die Flinte ins Korn zu werfen, das kommt für das Team von Coach Martin Schaffner nicht infrage. „Wir wissen, was wir können. Und wir wissen auch, das wir es können, wenn wir es denn wollen, und nicht zuletzt ist uns auch klar, dass jeder Gegner seine Schwächen hat“, meint Meißner. Diese müsse man herausfinden und dann auch nutzen.

Außer Rekonvaleszent Markus Weber, müssen die Weiler in Offenburg auch auf Armin Heinzelmann (krank) und Michael Bardroff (Schulterprobleme) verzichten.