Sportmix Eine gelungene Premiere

Zurück an der RSV-Bande: Reiner Brinker. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Von Gerd Lustig

Weil am Rhein. Einen Einstand nach Maß hat der neue alte Coach des Rollhockey Nationalliga B-Ligisten RSV Weil, Reiner Brinker, gefeiert. Das Team landete in eigener Halle gegen die RC Uttingen Devils einen Kantersieg. Letztlich schlug ein 8:1 (3:1)-Erfolg zu Buche.

Lediglich in der Anfangsphase der Partie konnten die Gäste mithalten, als ihnen auch der 1:1-Ausgleich gelungen war. Schnell aber machte der RSV klar, wer hier Herr im Hause war und machte schließlich einen überlegenen und nie gefährdeten Erfolg perfekt, unterstrich damit seine Ambitionen auf einen guten Platz für die Playoffs und Rang drei.

„Ich bin sehr zufrieden, phasenweise haben wir gut kombiniert und hervorragendes Passspiel gezeigt“, freute sich der Trainer, der nach zwei Jahren Pause sein Engagement beim RSV wieder aufgenommen hat.

Ein klein wenig monierte er in einigen Momenten die ungenügende Konzentration und auch die Nachlässigkeit seiner Jungs. Denn der Sieg hätte noch deutlich höher ausfallen können, da seien etliche Chancen ungenutzt liegen geblieben. „Na ja, schauen wir mal, ich hab’ mein Amt ja gerade erst aufgenommen“, meinte Brinker.

Insgesamt attestierte der Coach aber eine geschlossen gute Mannschaftsleistung, wollte eigentlich niemand besonders herausheben. „Marc Werner verdient aber doch ein Sonderlob“, erklärte er. Der zuvor als Spielertrainer agierende Werner sei ein ganz wichtiger Mann im Team, bringe Ruhe und Besonnenheit rein, sowie durch seine Erfahrung auch viel Übersicht. „Man hat richtig gesehen, wie bei ihm der Druck der Doppelbelastung als Spieler und Trainer auf dem Feld abgefallen ist“, sagte Brinker. Er selbst weiß aus eigener Erfahrung: „Spielertrainer – das klappt meistens nicht so gut.“

Und so agierte der RSV gegen Uttingen aus einer stabilen und kompakten Abwehr heraus meist schnell und zielstrebig nach vorne, ließ in der Defensive nur wenige Chancen zu. „Ansonsten haben wir ja auch noch einen guten Goalie“ lobte der Coach. Mit einigen guten Paraden verhinderte Jens Schumann, dass die Gäste zu mehr als nur einem Treffer kamen.

In der Offensive zeigte sich der RSV nach der schnellen Führung und dem prompten Ausgleich kaum beeindruckt und drückte weiter aufs Gas. Echten Torriecher bewies Tim Schaller, der gleich fünfmal einnetzte. Nach der 3:1-Führung zur Pause legten die Gastgeber bald mal zwei Treffer nach. Damit war der Bann und die Gegenwehr der „Devils“ endgültig gebrochen.

In den letzten zehn Minuten war es eine einseitige Partie. Auch die eingewechselten Spieler fügten sich nahtlos ein. Genau das verlangt der Trainer aber auch. „Wer sich nicht voll reinhängt und alles gibt, ist auch schnell wieder draußen“, sprach Brinker Klartext.

Tore: 1:0 (10.) Marc Werner, 1:1 (13.) Schertenleib, 2:1, 3:1, 4:1, 5:1, 6:1 (19./20./29./31./34.) Schaller, 7:1 (35.) Dietrich, 8:1 (50.) Frank Werner.

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