Sportmix Eine prominente Besetzung

Das ist großes Tennis: Vier Spieler aus den Top Ten der Weltrangliste, dazu ein „Cut-off“ bei Rang 50. Somit steht fest: Die Leistungsdichte bei der diesjährigen Auflage der Swiss Indoors in der Basler St. Jakobshalle ist einmal mehr bemerkenswert. Vom 19. bis zum 27. Oktober kämpfen Roger Federer & Co. um ein Preisgeld von insgesamt 2,2 Millionen Euro.

Basel (doh/mib). Alle 23 Racketschwinger, die sich dank ihrer Weltranglistenposition direkt für das Hauptturnier qualifizieren, sind in den Top50 zu finden. Mit von der Partie sind mit Alexander Zverev (ATP 6) und Jan-Lennard Struff (ATP 39) auch zwei Deutsche.

Zugpferd in diesem exzellenten Teilnehmerfeld ist aber zweifelsohne Roger Federer. Der Lokalmatador und wohl beste Tennisspieler aller Zeiten ist der Topfavorit bei seinem Heimturnier, wo er selbst schon als Balljunge über den Platz sprintete. Der Weltranglisten-Dritte konnte in den vergangenen 13 Jahren neunmal die Swiss Indoors gewinnen. Diese Jahr soll der zehnte Triumph in der St. Jakobshalle dazu kommen.

Geschenkt wird Federer aber nichts. Er muss sich mit Weltklasse-Akteuren messen. Die Konkurrenz ist groß. Weltmeister Alexander Zverev wäre da zu nennen, der im Rennen um die Qualifikation für die ATP-Finals in London Ergebnisse liefern muss.

Derzeit liegt Deutschlands bester Tennisspieler dank seines Halbfinaleinzugs in Peking im aktuellen Ranking für diesen Saisonabschlusskracher auf dem achten Platz und wäre damit für das Event in der britischen Hauptstadt Mitte November qualifiziert. Der Vorsprung auf die Konkurrenten ist minimal.

Beim Laver Cup in Genf holte Zverev den entscheidenden Punkt für das Team Europa. Federer und der Deutsche spielten bei diesem Anlass sogar ein Doppel zusammen. Bei den Swiss Indoors sind sie wieder Konkurrenten. Zverev schaffte es im vergangenen Jahr in Basel bis ins Halbfinale. Würde er heuer den Henkelpott bei der Siegerehrung in die Höhe recken, wäre er der erste deutsche Sieger am Rheinknie seit Michael Stich im Jahr 1993.

Tsipitas, Bautista Agut, Fognini und Goffin

In Basel aufschlagen wird auch Jungstar Stefanos Tsipitas (ATP 7), gefolgt vom Spanier Roberto Bautista Agut (ATP 10), der in der Setzliste vor dem Italiener Fabio Fognini (ATP 11) und dem 14. der Weltrangliste, David Goffin aus Belgien, auftaucht. Mit dem Romand Stan Wawrinka (ATP 19) steht neben Federer ein weiterer Schweizer und Grand Slam-Sieger auf der Teilnehmerliste. Der dritte, der schon eines der Top-Events auf der Tour gewonnen hat, ist Marin Cilic (ATP 28). Der Kroate hat beste Erinnerungen an Basel, konnte er das Turnier doch 2016 gewinnen.

Drei Nachwuchstalente aus den USA jagen ebenfalls die gelbe Filzkugel über das Netz: Taylor Fritz (ATP 30), Frances Tiafoe (ATP 43) und der 2,11 Meter-Riese Reilly Opelka (ATP 46). Keiner von ihnen ist älter als 22 Jahre.

Noch länger liegt ein französischer Sieg bei den Swiss Indoors zurück. 32 Jahre nämlich. Damals triumphierte Yannick Noah. Frankreichs Routinier Richard Gasquet ( ATP 41) war und ist in Basel schon immer für eine Überraschung gut, ebenso sein Landsmann Benoit Paire (ATP 23).

Die jungen Wilden präsentieren soll der 20-jährige Alex de Minauer (ATP 31). An ihn hat Turnierdirektor Roger Brennwald die erste Wild Card vergeben. Der Australier wurde zum „Newcomer des Jahres 2018“ gewählt, stand im Vorjahr im Finale des Next-Generation-Masters in Mailand und warf bei den US Open den Japaner Kei Nishikori aus dem Turnier.

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