Sportmix Enttäuschung ist riesengroß

Keine Frage: Die Entscheidung, die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Coronavirus-Pandemie ins Jahr 2021 zu verschieben, war überfällig. Die Spiele wären zur Farce verkommen. Für die Lörracher Profiradsportlerin Clara Koppenburg ist die Enttäuschung über die Verlegung groß, dennoch trägt sie die Entscheidung des IOC hundertprozentig mit.

Lörrach (nod). Für die 24-Jährige erfordern schwierige Umstände schwierige Entscheidungen: „Olympia in Tokio war eines meiner größten Saisonziele, mich in diesem Jahr für Olympia zu qualifizieren. Ich für meinen Teil unterstütze die Absage vollständig. Tausende von Menschen bangen um ihre Existenz, verlieren Familienmitglieder und Freunde – momentan sollte der Sport nur Nebensache sein.

Auch aus sportlicher Sicht ist für Clara Koppenburg der Verzicht nachzuvollziehen: „Eine faire Selektion wäre nicht möglich gewesen. In vielen Ländern dürfen Radsportler nicht mehr unter freiem Himmel trainieren. Schwimmsportler können die Bäder nicht mehr nützen. Zieht man das alles in Betracht, wäre die Austragung in diesem Jahr tatsächlich eine Farce gewesen. Deshalb bin ich nun froh, dass eine endgültige Entscheidung getroffen wurde.“

Als Athletin hat die Lörracherin gelernt, mit Rückschlägen umzugehen: „Es bringt nichts, dem Verpassten nachzutrauern, man muss den Blick nach vorne richten.“ In den nächsten Tagen und Wochen wird sie die Situation überdenken und sich in Sachen Training und restlichem Saisonverlauf neue Ziele setzen.

Natürlich gebe es – so Koppenburg – zur Zeit viele Momente, in denen sie als Sportlerin Motivationsprobleme bekomme oder ganz einfach nur traurig über diesen unsäglichen Coronavirus-Ausbruch sei. „Doch dann erinnere ich immer wieder daran, was ich für ein Glück habe: Ich verbringe in unserer selbst gewählten häuslichen Quarantäne eine wundervolle und intensive Zeit mit meiner Familie, bin gesund und darf immer noch unter fast normalen Bedingungen meine große sportliche Leidenschaft fortsetzen. Meine Gedanken gelten all denen, dennen es deutlicher schlechter als mir geht.“

„Ich bin der festen Überzeugung, dass, wenn wir alle zusammen- und uns an die Regeln halten und dabei unseren Optimismus nicht verlieren, wir schon sehr bald wieder ein normales Leben führen können.“

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