Sportmix Erster Sieg in der Fremde ist perfekt

Simon Danner & Co. entführen zwei Zähler aus dem Ellental in Bietigheim.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Das zweite Baden-Württemberg-Derby des Wochenendes haben die Kufencracks des EHC Freiburg für sich entschieden. Nach der Niederlage gegen Ravensburg am Freitag jubelten die Wölfe am Sonntagabend bei den Bietigheim Steelers. EHC-Kapitän Simon Danner erzielte im Penaltyschießen das entscheidende Tor zum 4:3 (1:1, 2:1, 0:1, 1:0)-Erfolg.

Freiburg (pd/mib). Heilbronn, Kassel, Ravensburg und Bietigheim: Das Auftaktprogramm der Freiburger zum Start in die neue DEL2-Saison war gesalzen. Mit sechs Zählern hat der EHC diese Aufgaben aber recht ordentlich absolviert. Platz vier schlägt zu Buche.

Sieg in Bietigheim: Kein Wunder, dass Freiburgs Coach Peter Russell, der auf den angeschlagenen Cam Spiro und den verletzten Christoph Kiefersauer verzichten musste, mit dem Auftritt seiner Equipe zufrieden war. „Wir haben gut gespielt, und ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Bietigheim hat viel Druck gemacht, aber wir konnten gut dagegenhalten. Das Powerplay war genauso gut wie unser Forechecking und das Unterzahlspiel. Ich hoffe, dass wir diese Leistung noch öfter abrufen können.“

Zum ersten Mal so richtig gefährlich wurde es für die Wölfe nach gut fünf Minuten. Keeper Ben Meisner hatte beim Abwehrversuch den Schläger verloren, blieb dann aber ruhig und konnte den nächsten Schuss sicher fangen. In der zehnten Minute sorgte dann Chris Billich nach Vorarbeit von Alexander Brückmann und Andreé Hult für die Freiburger Führung. Die Bietigheimer schlugen aber zurück, kam fünf Sekunden vor Ablauf einer Freiburger Strafzeit durch Riley Sheen zum Ausgleich.

Das Mitteldrittel begann mit einem Wölfe-Powerplay und dem 2:1 durch Nick Pageaus Schlagschuss. Wieder schlugen die Steelers wenig später zurück. Max Renner brachte den Puck im Kasten von Meisner unter. Das Spiel nahm nun noch mehr an Geschwindigkeit auf, die Chancen häuften sich. Und in der 18. Minute markierte Andreé Hult nach schöner Vorarbeit von Brückmann die erneute Führung der Gäste.

Beide Keeper bringen Stürmer zur Verzweiflung

Im Schlussabschnitt lieferten sich beide Mannschaften einen echten Schlagabtausch. Der Ex-Freiburger Jimmy Hertel im Kasten der Steelers und sein Gegenüber Meisner hatten alle Hände voll zu tun. Sie trieben mit ihren Paraden die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung. Die größte Chance für den EHC vergab Scott Allen. Besser machte es auf der Gegenseite Matt McKnight in der 57. Minute – 3:3. Wenig später hielt Meisner mit einer Glanztat gegen Yannick Wenzel das Remis in der regulären Spielzeit fest.

In der Verlängerung waren die Bietigheimer zwar dem spielentscheidenden Treffer näher, die Entscheidung folgte dennoch erst im Penaltyschießen. Hier parierte Freiburgs Schlussmann Meisner beide Versuche der Steelers, während bei den Wölfen Skyler McKenzie und Simon Danner mit ihren Toren dafür sorgten, dass der Zusatzpunkt in den Breisgau ging.

„Ich glaube das erste Drittel war das einzige ausgeglichene Drittel, die anderen 40 Minuten haben wir besser gespielt und ein klares Chancenplus gehabt. Freiburg ist eine Mannschaft, die Defensiv sehr gut steht und gegen die man nicht leicht durchkommt. Freiburg spielt clever und braucht nicht viele Chancen. Am Ende haben wir zwei entscheidende Fehler zu viel gemacht“, war Bietigsheim Cheftrainer Daniel Naud alles andere als glücklich über diese Pleite gegen die Freiburger.

Tore: 0:1 (09:51) Chris Billich (Andreé Hult, Alexander Brückmann), 1:1 (14:45) Riley Sheen (Tim Schüle) – PP1, 1:2 (21:35) Nick Pageau (Chris Billich) – PP1, 2:2 (25:44) Max Renner (Benjamin Zientek, René Schoofs), 2:3 (28:03) Andreé Hult, 3:3 (56:20) Matt McKnight (Riley Sheen, Max Renner), 3:4 (65:00) Simon Danner (Penalty). Strafminuten: Freiburg 6, Bietigheim 8.

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