Sportmix „Es ist ein Überlebenskampf“

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Ilenia Perugini und Adrian Mazan boxen sich durch. Foto: zVg

Rheinfelden/Schweiz (pem). Im Leben steht sie meist aufrecht und sie liebt den Zustand absoluter Freiheit. Und das, obwohl sie zumeist im Ring steht oder sich in einem Käfig bewegt: Ilenia Perugini, eine 30-jährige Thai- und K1-Boxerin von Weltklasseformat.

Die einmalige Weltmeisterin, dreifache Europa- und zweifache Schweizer Meisterin kämpft von Beginn ihrer Karriere an auf einer Erfolgswelle. Jetzt hat sie bei der Verbandsweltmeisterschaft WAKO, die vom 15. Oktober bis 24. Oktober dieses Jahres in Jesolo/Italien stattgefunden hat, teilgenommen. Nachdem sie frühzeitig aus dem Turnier ausgeschieden ist, kam sie nicht mit einer Medaille für die Schweiz zurück.

Nur wenige Sportler kennen Perugini so gut wie Adrian Mazan. Noch in seiner alten Heimat Polen hat Adrian Mazan sein Studium der Medizin abgeschlossen In Rheinfelden angekommen hatte er eine Stelle als Assistenzarzt im Kreiskrankenhaus. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie arbeitet jetzt im Bruderholz Spital in Basel. Vor zwei Jahren wurde Mazan Schweizer Meister in der Gewichtsklasse 75 Kilo Freistil. Einen Teil seiner knappen Freizeit verbringt Mazan in einem Fitnessstudio im benachbarten Zähringerstädtchen, wo auch Ilenia Perugini täglich trainiert.

„Ohne Fleiß kein Preis“, so die Devise der zielstrebigen Perugini. In den Ring gestiegen ist die in Basel geborene und aufgewachsene Erfolgssportlerin erst im Alter von 19 Jahren. Zuvor hat sie Volleyball gespielt. Ihre Freizeit opfert die gelernte Kauffrau fast ausschließlich dem Training.

Täglich zwei Stunden hartes Training ist selbstverständlich. „Vor wichtigen Wettkämpfen trainiere ich täglich zwei Mal, das sind dann über vier Stunden“. Beim Training absolviert sie das Sparring mit Frauen, beim harten Training sind hauptsächlich Männer die Gegner. „Das Training ist extrem und es gibt sehr wenige Frauen, die mithalten können. Und wenn ich im Ring stehe, werde ich zur Kampfmaschine“, erklärt Perugini.

Schaut man die hübsche, zierliche Schweizerin an, dann kann man sich nur schwer vorstellen, dass sie mit platter Nase oder aufgeplatzten Augenbrauen aus dem Ring steigt. Aber, so gesteht sie selber: „Es ist wie ein Überlebenskampf. Wenn ich nicht zuschlage, dann macht es die Gegnerin.“

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