Sportmix Gelingt dem Underdog der Coup?

Auf ihn wartet ein schweres Stück Arbeit: Weils Keeper Jens Schumann.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

„Das ist eine ordentliche Hausnummer“: Felix Furtwängler & Co. stehen am Sonntag in eigener Halle vor der höchsten Hürde überhaupt im Schweizer Pokalwettbewerb. Im Achtelfinale kommt der RHC Diessbach ins Nonnenholz. „Wir sind der klare Außenseiter, aber werden alles geben, dem Favoriten ein Bein zu stellen“, macht der Kapitän klar.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Der Titelverteidiger ist zwar nicht der amtierende Meister, aber für Furtwängler der klare Titelkandidat in dieser Nationalliga A-Saison. „Das ist eine bärenstarke Mannschaft.“ Für den RSV ist es das Spiel des Jahres, das da am Sonntag, 15.30 Uhr, in der Rollsporthalle angepfiffen wird.

Die Rollen sind klar verteilt. „Als Zweitligist und als Mannschaft, die nicht mit ausländischen Cracks gespickt ist, sind wir der klare Underdog. Aber wir wollen eklig sein“, sagt Furtwängler. Und auch Trainer Reiner Brinker machte unter der Woche klar, dass man in jedes Spiel gehen sollte, um es zu gewinnen. Und ja, das gilt auch im Rollhockey: Der Pokal hat schließlich seine eigenen Gesetze.

Damit am Ende der Überraschungscoup zu Buche schlägt, gelte es, 50 Minuten voll konzentriert zu agieren und alles aus sich herauszuholen, meint Furtwängler vor dem zweiten Heimspiel der noch jungen Saison. Diessbach ist offensivstark. „Der Gegner hat viele Leute, die Tore schießen können. Da hängt nicht alles nur von einer Person ab“, weiß der RSV-Kapitän. Wobei Akteure wie Pascal Kissling oder der Ex-Weiler Alberto Garcia natürlich den Unterschied ausmachen können. „Aber wir wollen auch zeigen, dass wir Hockey spielen können. Ich bin überzeugt davon, das wir das im Pokal auch auf das Feld bringen“, lässt Furtwängler wissen. Man wolle mit allen Mitteln versuchen, Diessbach das Spiel so schwer wie möglich zu machen. Damit das gelingt, ist für Furtwängler klar, dass die Weiler ihre Chancen konsequenter nutzen müssen. „Wir bekommen nicht viele. Wir dürfen sie nicht fahrlässig liegen lassen, so wie in den Partien zuletzt.“

Und pünktlich vor dem Pokalmatch hat der RSV noch drei Lizenzen gelöst. Drei Akteure, die in der AH-Mannschaft aktiv sind, stoßen zum Kader der Ersten. Keeper Dominic Witte fungiert als Backup für den beruflich eingespannten Jens Schumann. Und da Ersatzmann Fabio Civico beim RHC Gipf-Oberfrick Spielpraxis sammeln soll, kommt die Bereitschaft Wittes genau zur richtigen Zeit.

„Wir können unseren Kader verbreitern“, freut sich Furtwängler auch über die Rückkehr von Max Bross, der, je nachdem, wie es seine Zeit zulässt, wieder zum Schläger greifen wird. „Er hat immer noch Spaß am Hockey und hat nichts verlernt. Erster Ballkontakt, Sprint, Schuss in den Winkel“, so beschreibt Furtwängler die Qualitäten seines Teamkollegen. Neu im Team auch Frank Palacios, der gebürtiger Kolumbianer, der ebenfalls zuletzt bei den Alten Herren mitspielte. „Er ist stocktechnisch stark und sehr mannschaftsdienlich“, sagt Furtwängler über den früheren Darmstädter.

Das Trio erhöht den Konkurrenzkampf. „Das hat man gleich im Training gemerkt. Nun muss sich dort immer wieder jeder Einzelne beweisen und sich das Ticket fürs Wochenende lösen.“

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