Sportmix Grobert sprintet auf Platz vier

Die Oberbadische, 12.03.2018 22:30 Uhr

Für die beiden einheimischen Weltklasse-Mountainbikerinnen hat die Weltcup-Saison am vergangenen Wochenende vielversprechend begonnen. Während Helen Grobert (Remetschwiel) beim Auftakt im südafrikanischen Stellenbosch als Vierte ihr bislang bestes Ergebnis ablieferte, überzeugte Sabine Spitz mit Rang acht.

Stellenbosch (pd/nod). Zumindest eine kleine Überraschung war es schon, dass beim ersten Mountainbike-Weltcuprennen die amtierende Deutsche Meisterin Sabine Spitz (WIAWIS Bikes Pro Team) als Achte unter die Top-Ten fuhr. Denn die Vorzeichen und die Trainings-Inhalte mit Blick auf das in einer Wochen beginnende Extrem-Etappenrennen Cape Epic ließen nicht unbedingt erwarten, dass sich die Olympiasiegerin von Peking jetzt schon in der absoluten Weltspitze des Olympischen Cross-Country behauptete.

Eine kluge Renntaktik mit einem kontinuierlichen Tempo ließen die Marathon Vize-Weltmeisterin aber Platz um Platz, von Rang 18 beginnend nach der Startphase, die Top Zehn erobern.

Spitz und Grobert bilden eine Zweckgemeinschaft

Die große Überraschung war dann aber, als sich Spitz im Sprint um Rang acht auf der Zielgeraden gegen deutlich jüngere Konkurrentinnen durchsetzen konnte. Im „Kampf der Generationen“ gewann die dreifache Olympiamedaillen-Gewinnerin aus Murg im Fotofinish den Sprint gegen die Schweizerinnen Linda Indergand (Ex-Sprint-Weltmeisterin) und Alessandra Keller, die Jüngste im Feld.

„Das war cool hier im Sprint die Nase vorne zu haben. Ich hätte nicht gedacht, dass das klappt. Aber auch sonst wäre ich mit meinem ersten Cross-Country Auftritt des Jahres sehr zufrieden gewesen. Obwohl Wettkampf-Praxis und spezifisches Training weitgehend gefehlt haben, fand ich einen guten Rhythmus. Darauf kann ich für die Cross-Country Saison, die für mich eigentlich erst Ende April beginnt, aufbauen. Jetzt kommt aber erst einmal Cape Epic,“ freute sich Sabine Spitz über den gelungenen Weltcup-Start.

Auf die Siegerin Annika Langvad (Dänemark) wies Spitz im Ziel einen Rückstand von 2:43 Minuten auf.

Noch besser lief es für Helen Grobert. Die Remetschwielerin schaffte es tatsächlich, im Zielsprint um die Plätze vier, fünf und sechs die Weltmeisterin Jolanda Neff aus der Schweiz und die Polin Maja Wloszczowska abzuhängen.

Während Spitz in der Startrunde so ihre Probleme hatte, kam Grobert gut weg, drosselte jedoch ihr Tempo, um in der Endphase noch genügend Körner zu haben. Eine weise Renntaktik.

In der dritten Runde fuhren dann die beiden Hochrhein-Mountainbikerinnen an Position 13 und 14 liegend zusammen. Helen Grobert heftete sich zunächst ans Hinterrad von Sabine Spitz. Für beide ging’s dann nach vorne. Die Zweckgemeinschaft hielt bis in die vorletzte Runde. Dann überholte Grobert nicht nur Spitz, sondern auch Keller, die zu diesem Zeitpunkt an siebter Stelle lag.

In der letzten Runde gab Helen Grobert richtig Gas, holte 15 Sekunden auf Maja Wloszczowska und gar 24 Sekunden auf Jolanda Neff auf. Trotz dieses Kraftaktes besaß Grobert dann in diesem Trio auf der Zielgeraden das bessere Stehvermögen und jubelte über Rang vier-.