Sportmix Krimi und Kuscheltiere

Fabian Behringer verwandelt den entscheidenden Penalty. Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Weil am Rhein (mib). Zwei Gesichter hat der RSV Weil wieder einmal in der Nationalliga B gezeigt. Beim RC Uttigen Devils führte der Gast zur Pause bereits mit 3:0, ehe er regelrecht einbrach, 3:4 zurücklag und am Ende erst im Penaltyschießen die Nase vorn hatte.

Der Jubel beim RSV hielt sich dann eher in Grenzen: Denn: „Diesen Gegner müssen wir eigentlich nach regulärer Spielzeit schlagen“, stellte Felix Furtwängler fest. „Und wir hatten auch wieder genügend Möglichkeiten, um dieses Spiel sicher nach Hause zu bringen.“

In Halbzeit eins waren die Weiler dominant, hatten den Gegner voll im Griff und führten nach 25 Minuten klar mit 3:0. „Die Devils konnten froh sein, dass wir nur 3:0 führten. Aber wir haben wieder viele zwingende Torchancen liegen lassen“, erklärte der Kapitän.

Uttigen hatte ein, zwei kleinere Möglichkeiten. „Insgesamt stellt der Gegner keine große Gefahr, obwohl wir munter durchgewechselt haben.“ Spielertrainer Marc Werner traf gleich doppelt, Furtwängler selbst war ebenfalls einmal erfolgreich.

Alles klar also? Denkste. Nach dem frühen Gegentreffer von Remo Niederhauser per direkten Freistoß nach einer Blauen Karte für Max Dietrich fiel das dominante Weiler Spiel wie ein Kartenhaus in sich zusammen. „Danach haben wir eine Top-Chance vergeben und gleich auch noch zwei dumme Gegentore kassiert“, blickte Furtwängler zurück. Und so war innerhalb von fünf Minuten aus einem 0:3 ein 3:3 geworden.

„Ich weiß nicht, woran es lag. Wir haben Ewigkeiten gebraucht, um überhaupt Zugriff zu erlangen. Vielleicht haben wir gedacht, dass es ein Selbstläufer ist und wir uns ausruhen können“, so Furtwängler. Das jedenfalls funktionierte gegen einen Gegner nicht, der körperbetont agiert und harte Zweikämpfe nicht scheut. Simon Grossen brachte Uttigen nach 45 Minuten sogar mit 4:3 in Front. Furtwängler konnte zwei Minuten vor dem Ende noch ausgleichen.

In der Verlängerung passierte nichts mehr, obwohl der RSV Weil auch hier wieder die besseren Einschussgelegenheiten aufwies. Im Penaltyschießen trafen Max Schmidle, Tim Schaller und dann auch Fabian Behringer, der für die Entscheidung sorgte, da die Hausherren keinen einzigen Penalty im Kasten der Weiler unterbrachten. So war der vierte Saisonerfolg unter Dach und Fach gebracht. „Wir sind froh, gewonnen zu haben. Aber so etwas darf uns nicht mehr passieren“, atmete Furtwängler tief durch.

Großer Jubel brandete im Weiler Lager nach der Rückkehr aus Uttigen auf, als die Jungs an einem Greifarmautomaten mit einem Einsatz von nur vier Euro gleich sechs Kuscheltiere herauszogen. „Das war der Moment der Saison“, lachte Furtwängler, und der Frust über den Punktverlust nach dem Sieg im Penaltyschießen war schon fast vergessen. „Zwei statt drei Zähler, aber dafür sechs Kuscheltiere, was will man mehr.“

Zurück zum Sport: Der RSV rangiert in der NLB-Tabelle hinter dem souveränen Spitzenreiter SC Thunerstern auf Platz zwei.

RC Uttigen Devils - RSV Weil 4:5 n.P. (0:3, 4:1, 0:0). - Tore: 0:1 (9.) Marc Werner, 0:2 (11.) Furtwängler, 0:3 (18.) Marc Werner, 1:3 (26.) Niederhauser, 2:3 (30.) Schertenleib, 3:3 (31.) Niederhauser, 4:3 (45.) Grossen, 4:4 (48.) Furtwängler, Penalty: Fabian Behringer. SR: Cebulla/Graber. Z.: 54. Blaue Karte: Dietrich (26./RSV Weil).

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