Sportmix Meilenstein in der Wölfe-Geschichte

Nikolas Linsenmaier (vorne) und Torschütze Marc Wittfoth jubeln über das 4:1.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Was für eine Saison für den EHC Freiburg. Die Wölfe gewannen am Samstagabend das entscheidende fünfte Spiel der Viertelfinalserie gegen den ESV Kaufbeuren mit 4:1 und stehen damit im Playoff-Halbfinale. Schon am heutigen Montag treffen die Wölfe im ersten Duell um den Finaleinzug auf die Bietigheim Steelers. Die Partie in der Echte-Helden-Arena beginnt um 19.30 Uhr.

Freiburg (pd/nod). Ein Doppelschlag im zweiten Drittel brachte dem EHC Freiburg innerhalb von gut einer Minute die 2:0-Führung ein, die das Team von Trainer Peter Russell nach einem späteren Anschlusstreffer der Gäste alsbald wiederherstellte und beim Stand von 3:1 beherzt durch das letzte Drittel brachte. Kurz vor Schluss fiel sogar noch das vierte Tor für die Gastgeber.

Garant für den Sieg waren ein aufopferungsvolles Defensivspiel vor Keeper Enrico Salvarani, der erneut den Vorzug vor Ben Meisner erhielt und im zweiten Spiel in Folge glänzte, und die Kontrolle der neutralen Zone.

Beide Teams liefen in nahezu unveränderter Formation gegenüber Spiel vier auf. Die einzige Veränderung in den Freiburger Reihen entstand durch die Rückkehr von Alexander Brückmann. Somit konnte Peter Russell heute auf drei Verteidigerpaare zurückgreifen.

Freiburg hatte im ersten Drittel die eine oder andere Torchance, Kaufbeuren lauerte auf Konter und wäre kurz vor Drittelende nach einem Alleingang von Top-Skorer John Lammers beinahe in Führung gegangen. Doch Salvarani war auf dem Posten.

EHC-Doppelschlag im Mitteldrittel

Nachdem im einzigen Power­play des Spiels für beide Teams die Freiburger Überzahlformation unmittelbar zu Beginn des zweiten Drittels zu keiner nennenswerten Chance gekommen war, kontrollierten die Wölfe im Fünf-gegen-Fünf effizient die neutrale Zone. Diese Effizienz zahlte sich dann auch aus, bescherte dem Gastgeber zwei Treffer innert einer Minute. Nach einem Schlenzer Von Evan Mosey in Bandennähe machte Christian Billich seinem Teamkollegen dieses Vorhaben gleich und kreierte somit einen Abpraller, den Andreé Hult clever zum 1:0 (26.) verwertete.

Eine Minute später münzte die Freiburger dann ihre gute Arbeit im neutralen Drittel in einen zählbaren Erfolg um, indem Nikolas Linsenmaier seinen Reihenkollegen Mosey durch einen Pass ins Angriffsdrittel schickte. Der bediente Jake Ustorf und die Wölfe führten 2:0 (27.).

In der Folge übernahmen die Allgäuer die Kontrolle. Schließlich fiel der Anschlusstreffer fast schon logisch. Wie auch schon bei zwei Treffern in Spiel eins und dem „Game-winning-Goal“ in Spiel zwei kamen die Joker durch ihre starke Körperarbeit im Freiburger Slot zum Torerfolg. Alexander Thiel erzielte das 1:2 aus Gästesicht.

Zu Beginn des letzten Drittels blieben beide Teams ihrer Marschroute im Mittelabschnitt treu. Kaufbeuren machte Druck, und der EHC lauerte auf Konter. Freiburgs Taktik ging auf. Erneut liefen dabei Nikolas Linsenmaier und Evan Mosey einen Angriff, der jenseits der blauen Linie seinen Anfang nahm. Die mittlere Station ihrer Kombi war nun - statt Ustorf beim Treffer zum 2:0 - ihr Reihenmitstreiter Chad Bassen. Zum Tor-Abschluss kam dabei diesmal Linsenmaier, der mit seinem Treffer zum 3:1 (42.) den alten Abstand wiederherstellte..

Kaufbeuren drängte aber erneut auf den Anschlusstreffer, der beinahe durch einen abgefälschten Schuss von Lammers (43.) und einen Schuss an den Innenpfosten, bei dem die Schiedsrichter zunächst auf Tor entschieden hatten (was aber durch den Videobeweis revidiert wurde; 45.), zustande gekommen wäre.

Es blieb also trotz der Freiburger Zwei-Tore-Führung spannend. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Kaufbeuren dann seinen Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Genützt hatte es den Jokern nichts, 14 Sekunden vor Schluss schob Marc Wittfoth den Puck zum 4:1 ins leere Gästetor.

Steelers der Gegner im Halbfinale

Bereits am heutigen Montag startet die Serie gegen die Bietigheim Steelers. Der Einzug in die Runde der vier besten Teams ist schon jetzt ein Meilenstein in der Geschichte der Wölfe. Seit der Gründung der DEL2 im Jahr 2013 und dem Aufstieg des EHC Freiburg zwei Jahre später hat das Wolfsrudel erstmals die Möglichkeit, die Finalrunde zu erreichen.

Davor warten im Baden-Württemberg-Duell jedoch die Bietigheim Steelers in der nächsten Best-of-Five- Serie Cheftrainer Peter Russell und sein Team. Die Steelers beendeten die Hauptrunde hinter den Wölfen auf dem vierten Tabellenplatz . Das Team mit den Ex-Wölfen Jimmy Hertel, Nicolai Goc und Tim Schüle gehört zum kleinen Kreis der Mannschaften, für die es in dieser Saison um nichts weniger als den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse geht. Mit den Löwen Frankfurt haben sie einen Konkurrenten im Rennen um den Aufstieg bereits im Viertelfinale aus dem Weg geräumt. Mit den Kassel Huskies trifft der andere verbleibende Aufstiegsaspirant im zweiten Halbfinale auf die Ravensburg Towerstars.

Tore: 1:0 (26.) Hult (Billich, Allen), 2:0 (27.) Ustorf (Mosey, Linsenmaier), 2:1 (40.) Thiel (Spurgeon, Koziol), 3:1 (42.) Linsenmaier (Bassen, Mosey), 4:1 (60.) Wittfoth (Hult) – ENG.

Strafminuten: Freiburg 2, Kaufbeuren 4.

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