Sportmix Riccione ist eine Reise wert

Toller Auftritt bei den ersten Europameisterschaften: Sarah Bürgin vom RSV Weil. Foto: zVg

Auch wenn Sarah Bürgin bei ihren ersten Europameisterschaften im Rollkunstlauf nur hauchdünn einen Podestplatz verpasst hat, so durfte sie dennoch mit ihrer Leistung im italienischen Riccione mehr als zufrieden sein.

Weil am Rhein (pd/mib). Dass es für die Weiler Rollkunstläuferinnen derzeit wie geschmiert läuft, sollte sich dank der zahlreichen Erfolge in diesem Jahr herumgesprochen haben. RSV-Talent Sarah Bürgin setzte nun noch einen drauf.

Im Mai war sie erstmals bei einem internationalen Turnier, dem „German Cup“, mit dabei, im Juli ergatterte sie sich bei der Deutschen Meisterschaft Platz zwei und Mitte August wurde sie von einer freudigen Nachricht überrascht. Aufgrund ihrer starken Leistungen wurde sie für die Europameisterschaft im Pflichtlaufen nominiert.

Nach dieser grandiosen Nachricht für sie selbst und den gesamten Verein, bereitete sich Bürgin noch intensiver als zuvor mit ihren drei Trainerinnen Erika Albiez, Natascha und Katharina Heppeler auf diese Titelkämpfe vor. Sie trainierte härter denn je. Und so ließen sich große Fortschritte bereits in der Vorbereitungsphase sehen.

Bestes vorbereitet und motiviert begann am Tag der Eröffnungsfeier für die Weilerin das Training und der Bahntest. Es rollte sich der Wettkampfhalle sehr gut und dadurch mussten keine Rollen gewechselt werden.

Mit der Startnummer sieben startete Bürgin in die Meisterschaft. In ihrer Kategorie „Cadetten/Schüler A Mädchen“ waren ebenfalls zwei weitere deutsche Läuferinnen sowie weitere aus Italien, aus der Schweiz, den Niederlanden und Russland mit von der Partie. Die erste Pflichtfigur lief wie am Schnürchen und Sarah Bürgin befand sich danach auf Rang zwei hinter einer Top-Läuferin aus Italien wieder. Beim anschließenden Gegendreier gelangen der Weilerin großartige Vorwärtsdrehungen und zeigte auch hier, bis auf einen kleinen Wackler bei der ersten Rückwärtsdrehung, ihr Bestes. Jedoch holten die Konkurrentinnen auf.

Die Schlinge, ihre Parabelfigur, lief gut, jedoch nicht so gut, wie sie es sich zuvor erhofft hatte. Bei der letzten Figur, der Wende, gab Bürgin erneut alles und zeigte hier nochmals ihre großen Fortschritte im Vergleich zu Beginn des Jahres. Nach den vier Pflichtfiguren war die Spannung dann kaum zu ertragen, alle warteten auf das Endergebnis. Es war eine sehr knappe Angelegenheit. Bürgin brillierte in der ersten und letzten Pflichtfigur, jedoch hatte auch die Konkurrenz hohe Wertungen vorzuweisen.

Platz drei nur hauchdünn verfehlt

Schlussendlich verfehlte das RSV-Talent hauchdünn, aufgrund der Majorität, den dritten Platz und landete auf dem undankbaren vierten Rang. Die Plätze eins und zwei wurden von zwei Italienerinnen eingenommen, Drittplatzierte wurde eine Teamkollegin aus Deutschland. Diese war sogar punktgleich mit Bürgin. Für einen kurzen Moment herrschte Enttäuschung, jedoch wurde schnell klar, dass dieser vierte Platz eine grandiose Leistung von Bürgin bei ihrer EM-Premiere war.

„Dieser Erfolg war am Anfang des Jahres noch nicht so absehbar. Im Februar sollte Sarah ihre Ziele für das Jahr 2021 aufschreiben. Unter anderem war es ihr Ziel, ’genauso erfolgreich wie im letzten Jahr zu sein’ Dieses Ziel hat sie bei weitem übertroffen“, macht Katharina Heppeler deutlich.

Nun hat Bürgin Lunte gerochen: Ihr großer Traum? „Erneut bei den Europameisterschaften teilzunehmen und an einer großen Meisterschaft auf dem Podest zu stehen.“

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