Sportmix Sprinten und springen statt relaxen

Michael Hundt

Kurz vor dem Beginn der Sommerferien, fast schon vor dem Ende der Freiluftsaison, waren die Leichtathleten noch einmal gefordert. Der TV Rheinfelden lud zum traditionellen Nachtmeeting ins Europa-Stadion. Dabei zeigten die Sportlerinnen und Sportler Licht und Schatten.

Von Michael Hundt

Rheinfelden. Dass es in der Leichtathletik am Nachwuchs fehlt, wurde im Laufe der Saison immer wieder deutlich. Aber nicht nur auf dem Rasen, in der Sandgrube oder der Tartanbahn mangelt es vielen Vereinen an frischem Wind. Auch wenn es um Ämter geht, sieht es bei zahlreichen Vereinen derzeit eher traurig aus.

Sportlich war zu Beginn der Sommerferien nicht mehr zu erwarten, dass noch persönliche Bestzeiten oder gar Rekorde aufgestellt werden. Trotzdem sorgten einige Athletinnen und Athleten für den einen oder anderen lichten Moment.

Weibliche Athleten überzeugen

Zu ihnen gehörte auch Sinah Hänßler-Hug (TuS Lörrach-Stetten). Sie trat mit einer Silber- und einer Goldmedaille von der Aktiven-WM in Tampere im Gepäck an und verlieh dem 33. Nachtmeeting einen zusätzlichen Flair. Die 100 Meter gewann die Lörracherin souverän mit 12,52 Sekunden. In ihrem Lauf sogen sich Luise Mattisseck (TV Neustadt, 12,91 Sekunden), Maja Lindenmeier (TuS Höllstein, 13,25 Sekunden) und Sara Polito (LG Hohenfels 13,31 Sekunden) quasi im Windschatten zu guten Laufzeiten.

Ein achtbares Ergebnis gelang Ceren Bayram (TV Wehr). Mit 61,28 Sekunden wurde sie über 400 Meter Zweite hinter Heidi Theiß (USC Freiburg, 57,90 Sekunden). Für Bayram war es die einzige Disziplin an diesem Abend. „Die Saison war trotz Verletzung sehr gut. Da bin ich wirklich zufrieden. Ich hatte zuvor nur zwei Mal trainieren können. Da kann ich mich schon drüber freuen“, so Bayram.

Zu den konstantesten Athletinnen zählte Maja Lindenmaier, die nicht nur über 100 Meter gut abschnitt, sondern in ihrer Altersklasse U16 den Hochsprung mit 1,55 Meter gewann. Im Weitsprung wurde die 15-Jährige ebenso Zweite (4,92 Meter) hinter Luise Mattisseck (4,96 Meter) wie im 100-Meter-Lauf. „Ich bin in diesem Jahr noch mit niemandem gelaufen, der schneller war als ich. Darum bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, freute sich Lindenmaier. Im gleichen Lauf mit Sinah Hänßler-Hug zu starten war dann noch einmal eine zusätzliche Motivation. Bei den Kugelstoßerinnen sorgte bei den Frauen Julia Stücklin (ESV Weil) mit 10,18 Meter für ein respektables Ergebnis.

Nachholbedarf bei den Männern

Etwas schwächer sah die Leistung im Allgemeinen bei den Herren aus. Hier sorgte keiner der Athleten für eine herausragende Leistung. Die 51,81 Meter im Speerwurf der Männer durch Simon Schreiber (TV Lenzkirch) war das einzige Ergebnis, das sich aus der Masse heraushob. Im Nachwuchs sah es da schon etwas besser aus.

Gewohnt stark im Kugelstoßen war Paul Raabe (TuS Lörrach-Stetten), der in der U18-Klasse mit 13,17 Meter die Tagesbestweite erzielte.

Im Sprint war es mit Abubacarr Jarjue (TuS Lörrach-Stetten) ein weiterer Sportler aus Lörrach, der mit 11,55 Sekunden zwar keine Fabelzeit lief, aber immerhin für positive Tendenzen sorgte. Seine Zeit wurde nur noch von Fabian Klein (TV Schwörstadt) mit 11,22 Sekunden unterboten.

Im Speerwurf waren es Nick Kapell (TuS Lörrach-Stetten) und Christopher Hauk (ESV Weil), die mit 36,45 Meter beziehungsweise 34,99 Meter in der U18-Klasse für Akzente sorgten. Im Weitsprung der U16-Klasse belegte Lukas Körner (TV Grenzach) mit 5,02 Meter den zweiten Rang. In seiner Vorbereitung auf den Marathon in Frankfurt startete Omar Tareq im abschließenden 5000-Meter- Rennen. Mit seiner Zeit von 11:02,00 Minuten war der Lörracher mehr als zufrieden.

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