Sportmix Unsicherheit statt Freude

Dimitar Grabul hat Ball und Punkte im Visier. Gerade am Samstag, wenn es vor den eigenen Fans zur Sache geht. Foto: Mirko Bähr

Grenzach-Wyhlen - „Sehr komisch“: Fabian Beck, Teamchef der Badenliga-Herren, traut dem Braten nicht so recht. Kann er auch nicht. Denn trotz des tollen Auftakts mit drei Siegen, ist der Aufsteiger alles andere als gerettet. Das „Schweizer Modell“ macht es möglich. Der ungeschlagene Tabellenzweite muss weiter fleißig punkten. Auch am Wochenende.

„Die drei 5:4-Siege sagen leider noch gar nichts aus“, bringt es der Vorsitzende des TC 1923 Grenzach, Thilo Kaltenbach, auf den Punkt. „Es fühlt sich nicht gut an. Eigentlich wären drei Siege super, die Freude darüber groß“, meint Beck. Stattdessen aber ist die Unsicherheit groß. Die neue Regelung, wonach die einzelnen Matches zählen und nicht die Gesamtsiege, führt dazu, dass sogar die unterlegenen Gegner schmunzeln, ja fast schon Mitleid haben.

So wie am vergangenen Wochenende, als Grenzach in Schönberg mit 5:4 die Oberhand behielt. Till von Winning, Teammitglied des jüngsten Gegners, trainierte unter der Woche mit Fabi Beck und unterstrich dabei nochmals, dass ihnen diese knappe Niederlage im Endeffekt „völlig wurst“ sei.

Schweizer Modell hin oder her, die Badenliga präsentiert sich äußerst ausgeglichen. „Da ist es immer schwer zu sagen, wie die Siegeschancen stehen im Vorfeld. Natürlich wollen wir immer gewinnen, aber die Frage ist eben, wie der Gegner aufstellt“, sagt Beck. Unzählige Akteure mit der Leistungsklasse 1 stehen da auf den Meldebögen. „Es gilt daher, in erster Linie auf uns zu schauen.“

Das vierte Match nach dem Aufstieg bestreitet der TC 1923 Grenzach morgen ab 11 Uhr auf eigener Anlage am Gmeiniweg gegen den TC Villingen. Der hat schon zweimal verloren, liegt mit 14:13-Matches aber nur ganz knapp hinter Grenzach, das dreimal siegreich blieb und dabei auf eine Bilanz von 15:12-Matches kommt. Ein schwieriges Unterfangen also.

In Sachen Aufstellung haben die Grenzacher wohl die Qual der Wahl. Cristian Villagran wird wohl gegen Villingen und einen Tag später dann auch beim großen Favoriten TC Markdorf an Position eins aufschlagen. Ansonsten wird das Team dasselbe Gesicht wie zuletzt aufweisen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass Gonzalo Escobar, die Nummer eins der Grenzacher Meldeliste, mitmischt. Zumindest hat er sich von selbst gemeldet, da er bei einem Turnier vorzeitig die Segel streichen musste. „Das finde ich klasse. Das zeigt, dass er sich wohlfühlt bei uns. Das ist richtig cool“, freut sich Beck.

Nach dem Heimspiel am Samstag, bei dem Beck auch wieder auf die Unterstützung vieler Zuschauer hofft, geht es nach Markdorf. Der Tabellenführer hat erst acht Matches abgegeben und ist der große Favorit auf die Meisterschaft. „Die sind einfach auf jeder Nummer top aufgestellt“, findet Grenzachs Teamchef.

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