Sportmix „Wir liegen auf einer Wellenlänge“

Raus dem Dunkeln hinein ins Rampenlicht: Das Verbandsliga-Team des VC Weil (hinten von rechts nach links): Julian Kümmerle, Sergej Hermann (Trainer), Martin Schaffner, Marc Wisser, Heiko Meißner (Kapitän), Sebastian Schindler und Armin Heinzelmann; (vorne von rechts nach links) Joscha Schack, Maximilian Wyrwoll, Jan Maier, Andreas Ekimov und Rainer Schack. Es fehlen: Stephan Weber, Markus Vogler, Markus Weber und Jan Schaffner (Co-Trainer). Foto: Steffen Meißner Foto: Die Oberbadische

Auf der Zielgeraden der vergangenen Saison haben die Volleyballer des VC Weil den möglichen Titel noch verspielt und mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen. Heute startet die neue Runde. Und die Weiler warten mit einigen Veränderungen auf. Unter anderem fungiert Sergej Hermann als Spielertrainer der Truppe.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. „Im Sommer hat sich einiges getan bei uns“, lässt Kapitän Heiko Meißner wissen. Aus gesundheitlichen Gründen musste Spielertrainer Martin Schaffner sein Amt niederlegen. „Das war ein schmerzlicher, unerwarteter Verlust, Martin sehr viel für das Team getan“, macht Meißner klar.

So gingen die Weiler auf Trainersuche und wurden in den eigenen Reihen fündig. Der neue Mann am Kommandostand ist Sergej Hermann. Der 31-jährige Annahme- und Außenspieler, der über Regional- und Oberligaerfahrung verfügt, kam erst im September 2018 aus beruflichen Gründen in die Grenzecke und schloss sich in der Winterpause dem VCW an. „Wir liegen da alle auf einer Wellenlänge.“

An der Taktik gefeilt statt Kondition gebolzt

Nun leitet der promovierte Chemiker die Übungseinheiten. „Das lief sehr kurzfristig ab. So hatten wir nur eine kurze Vorbereitung“, sagt Herrmann, den alle nur „Sersch“ nennen. Er legte das Hauptaugenmerk auf „taktische Dinge“, die Fitness musste zurückstecken. „Wir werden das ins normale Training einbauen“, hofft Hermann nun, dass seinen Jungs zum Start in die neue Saison nicht die Puste ausgeht.

Wenn es heute Nachmittag beim USC Konstanz II zur Sache geht, werden einige Neuzugänge erstmals ins Weiler Trikot schlüpfen: Mittelblocker Jan Maier (21) kommt aus der eigenen Reserve. „Er überzeugt durch extreme Flummisprungkraft“, sagt Meißner. Hermann ergänzt: „Er ist eine echte Verstärkung, er gibt Gas, das merkt man in jedem Training.“

Neu dabei auch Markus Vogler (30), ein 1,99 Meter großer Mittelblocker, der Regionalliga-Erfahrung aufweist und vor einer längeren Auszeit drei Jahre in Österreichs 2. Bundesliga gespielt hat. „Mit seiner Länge und seiner Erfahrung ist er ein echter Gewinn für uns“, stellt Meißner fest.

In der Verbands- und Landesliga ist Marc Wisser (33) seiner Lieblingsbeschäftigung im Raum Heidelberg nachgegangen. Meißner: „Er überzeugt mit seiner Sprungkraft, seiner Erfahrung und ist eine gute Ergänzung auf der Mitte und der Diagonalposition.“

Zuspieler Maximilian Wyrwoll (30), der zuletzt pausierte und zuvor in Karlsruhe Oberliga gespielt hat, verstärkt den VCW ebenfalls, und zwar auf der Zuspielposition. „Er verteilt auf hohem Niveau die Bälle“, weiß Meißner, der die ersten Partie aufgrund seines Asien-Urlaubs verpassen wird. Diagonalangreifer Armin Heinzelmann, der mit Schulterproblemen zu kämpfen hatte, wird langsam an die Wettkämpfe herangeführt.

Verspätet in die Runde startet auch Libero Joscha Schack. Ihn zwickt der Rücken. „Da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, sagt Hermann, der selbst erst einmal von außen dem Treiben auf dem Feld zuschauen möchte. „Ich spiele nur, wenn Not am Mann ist.“

Nicht mehr dabei sind Felix Schaumann, der als Trainer zum Verbandsliga-Konkurrenten TV Bad Säckingen gewechselt ist, Michael Bardroff, der seine Karriere beendet hat, und Oleg Szehr, der berufsbedingt erst einmal pausiert.

Vorsichtige Zielsetzung: vorderes Drittel

„Wir sind nicht schlecht aufgestellt“, sagt Hermann, der allerdings an kaum einem Spieltag mit voller Kapelle antreten kann. Auch deshalb will er sich mit einer Zielsetzung zurückhalten.­ Und so soll es eine Platzierung im vorderen Drittel sein. „Wir müssen uns ja erst finden. Die ersten Spiele sind richtungsweisend“, sagt Hermann, der jedoch „vorsichtig optimistisch“ ist.

Wichtig wäre es, wenn man die „negativen Phasen“ auf ein Minimum reduzieren könnte. Dieses Auf und Ab habe in der vergangenen Runde eine bessere Platzierung verhindert. Gegen die Top-Teams meistens überzeugend, verlor der VC gegen die Kellerkinder zumindest eine Partie.

Zu den Teams, die sich eher hinten in der Tabelle einreihen, könnte auch Aufsteiger USC Konstanz III gehören. „Diese Mannschaft kann ich nicht einschätzen“, meint Hermann. Doch wolle man gleich zum Auftakt versuchen, dass eigene Spiel durchzuziehen. „Gelingt uns das, stehen die Chancen gut.“

Der Kader des VC Weil

Zuspiel: Maximlian Wyrwoll, Rainer Schack, Martin Schaffner; Mittelblock: Stephan Weber, Julian Kümmerle, Jan Maier, Markus Vogler; Annahme außen: Sebastian Schindler, Andreas Ekimov, Sergej Hermann; Diagonal: Heiko Meißner, Marc Wisser, Markus Weber, Armin Heinzelmann; Libero: Joscha Schack; Trainer: Sergej Hermann.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    1

Newsticker

blank

Umfrage

Recep Tayyip Erdogan

Der Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien sorgt für viel Kritik. Die USA verhängen jetzt Sanktionen gegen die Türkei. Befürworten Sie das Vorgehen?

Ergebnis anzeigen
loading