Sportmix Wölfe geben 3:0 aus der Hand

Christoph Kiefersauer erzielt in doppelter Unterzahl das 3:0 für Freiburg in Crimmitschau. Foto: Grant Hubbs

Der EHC Freiburg verliert am Sonntagabend sein Auswärtsspiel bei den Eispiraten Crimmitschau mit 4:3 (0:3/2:0/1:0/0:0) nach Penaltyschießen und beendet den vierten Spieltag als Tabellenzehnter mit vier Punkten.

Von Adrian Oser

Freiburg. Mit nur einer personellen Veränderung (Dritter Goalie Maurice Hempel setzte aus) traten die Freiburger Wölfe die lange Busreise nach Westsachsen an. Von müden Beinen konnte anfangs keine Rede sein. Sie verspielten aber eine frühe 3:0-Führung, nahmen immerhin noch einen Punkt mit zurück ins Breisgau.

Furios startete der EHC Freiburg in die Partie und ging nach gerade einmal 82 Sekunden quasi mit dem ersten Angriff in Führung. Die Neuzugänge Calvin Pokorny und Tyson McLellan überspielten die Crimmitschauer Defensive, und Letzterer hatte das Auge für den flinken Christian Billich, der den Puck im Slot zunächst abgefangen hatte und dann um Torhüter Luca Gracnar herumspielte (2.).

Nach gut zehn Minuten durfte sich der Crimmitschauer Marius Demmler immerhin für 25 Sekunden auf der Strafbank ausruhen. Denn mehr Zeit gab ihm das Freiburger Überzahlspiel nicht: Linsenmaier legte für McLellan auf. Der zog ab, und Chris Billich (12.) lenkte die Scheibe unhaltbar ins gegnerische Tor ab.

Siegtreffen zwei Zehntel zu spät

In der Folge wurde das Spiel zerfahrener und verlagerte sich vermehrt in die Freiburger Defensivzone. Hier wussten sich Patrick Kurz und wenig später Hagen Kaisler nur per Foulspiel zu helfen, wodurch Crimmitschau für eine gute Minute in doppelter Überzahl agieren durfte. Dass aber Tore nicht nur in Überzahl fallen, zeigte der pfeilschnelle Christoph Kiefersauer. Erst fing er einen Pass ab, dann machte er sich im Alleingang auf und davon und ließ dem sonst starken Luca Gracnar keine Chance – 0:3 (19.)

Mit drei Treffern aus sieben Schüssen zeigten sich die Wölfe im ersten Abschnitt enorm hungrig und effektiv, ruhten sich anschließend jedoch zu sehr auf der Führung aus. Die größte und fast einzige Tormöglichkeit im zweiten Drittel hatte Kapitän Simon Danner, dessen Schuss beide Torpfosten zu verhindern wussten.

Kurz darauf zeigten Crimmitschaus Niklas Heyer und Freiburgs Oleg Leon Tschwanow Emotionen und lieferten den 1717 Zuschauern im Sahnpark einen kurzen Ringkampf. Anschließend durften sie sich und ihre Gemüter für fünf Minuten in der Kühlbox abkühlen.

Die Gastgeber kamen nun immer besser ins Spiel. So war es wenig verwunderlich, dass Mathieu Lemay in der 34. Minute einen Konterangriff im Alleingang verwerten konnte. In der 40. Minute erzielte Scott Feser in Überzahl sogar den zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Pause vor allem psychologisch wichtigen Anschlusstreffer zum 2:3.

Im Schlussabschnitt wurden die Wölfe von den Eispiraten in ihrer Verteidigungszone regelrecht eingeschnürt. Nach gut einer Minute konnte Patrik Cerveny einen Schuss von Ole Oleff nur nach vorne prallen lassen, Scott Feser reagierte am schnellsten und egalisierte den Spielstand per Rückhandtreffer.

Nun hatten die Breisgauer bange Momente zu überstehen. In der letzten Sekunde schien auch der vermeintliche Siegtreffer für Freiburg gefallen zu sein, der Schuss von Scott Allen überquerte die Torlinie jedoch zwei Zehntelsekunden zu spät.

In der anschließenden Overtime waren die Eispiraten dem Siegtreffer eine Schlägerlänge näher. 58 Sekunden vor Spielende befand sich der Puck dann im Freiburger Tor, doch nach erneutem Konsultieren des Videobeweises erkannten die Schiedsrichter den Treffer aufgrund einer aktiven Kickbewegung ab. Im Penaltyschießen trafen Mathieu Lemay und Eispiraten-Kapitän Vincent Schlenker, die Freiburger Linsenmaier und McLellan blieben erfolglos.

Tore: 0:1 (2.) Billich (McLellan, Pokorny), 0:2 (12.) Billich (McLellan, Linsenmaier) - PP1, 0:3 (19.) Kiefersauer - SH1, 1:3 (34.) Lemay, 2:3 (40.) Feser - PP1, 3:3 (42.) Feser, (Oleff), 4:3 Lemay (Penalty).

Strafminuten: Freiburg 15, Crimmitschau 15.

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