Steinen Applaus wollte kein Ende nehmen

Markgräfler Tagblatt, 14.05.2018 22:00 Uhr

Einen fetzigen Abend erlebten die zahlreiche Besucher des Dinkelberger Blaskapellentreffens in der Gemeindehalle. Es mussten zusätzliche Sitzmöglichkeiten geschaffen werden, damit alle Liebhaber der böhmisch-mährischen Blasmusik Platz fanden.

Von Vera Winter

Steinen-Hüsingen. Mit einem feurigen Auftakt in Form eines Marsches von Alexander Pfluger eröffneten in der Gemeindehalle die Gäste aus der Schweiz das 13. Dinkelberger Blaskapellentreffen. Die Blaskapelle „Lochbrünneler“ aus Farnern mit ihrem Dirigenten André Christen zog alle Register. Durch das Programm führte humorvoll Hans Zollinger.

„Die wo nit spiele, singe“, so kündigte Zollinger die Vorträge an, bei denen Sänger die Stücke bereicherten, wie bei der Polka „Nechod K’Nam“ oder „Kannst du Knödel kochen“, bei dem auch das Publikum mitsang. Romantisch wurde es bei „Böhmische Liebe“ und „Traum einer Marketenderin“.

Total begeistert waren die Zuhörer in der heimelig geschmückten Halle von den Musikern aus Farnern, dem höchstgelegenen Aargauer Ort. Einzelne Paare tanzten zur Musik, und mit einer Polonaise erwirkten sie noch drei Zugaben. Markus Freund von den „Dinkelberger Musikanten“ bedankte sich bei den Schweizer Gästen mit einem Foto der „Dinkelberger Musikanten“ und der Hoffnung, dass eine Freundschaft zwischen den beiden Kapellen entsteht.

Nicht weniger Begeisterung zeigte das Publikum bei den Darbietungen der „Dinkelberger Musikanten“, deren Takt Dirigent Christian Toschka vorgab. Mit dem „Egerländer Musikantenmarsch“ starteten die Musiker. Roland Richwalsky und Erwin Lademann sangen dazu. Ihr Gesang war unter anderem bei der Polka „Meine große Liebe“ oder dem Walzer „Irgendwann“ zu hören. Brausenden Applaus erntete die Dinkelberger Kapelle bei der Polka „Himmelszauber“, wobei Robert Moraru kaum enden wollenden Applaus für sein wunderbares Klarinettensolo im schwungvollen „Tico Tico“ erhielt. Einzigartig war auch das Solo von Markus Freund: Die Polka „B wie Böhmisch“ durfte er mit Tellern einläuten.

Christian Toschka wurde im Vorfeld gebeten, etwas Neues zu bringen, daher versuchte er an dem Abend, Traditionelles mit Modernem zu verbinden, was ihm hervorragend gelang. Der Schlager „Eine weiße Rose“ gewann durch die weiche Stimme Roland Richwalskys, und Toschka ließ das Publikum mitwirken. Das klappte so gut, dass es sogar eine Zugabe gab. Begeistert hat auch das Saxofon-Solo von Christian Toschka. Das Publikum ließ die „Dinkelberger Musikanten“ auch nach der Zugabe „Gute Nacht“ noch nicht gehen. Es bekam dann noch „Ciao d’Amore“ hören. Dieses Lied wurde vor einem Jahr zum Abschied der Musikerkollegin Ute Leisinger (die unter den Gästen weilte) gespielt. Markus Freund von den „Dinkelberger Musikanten“ dankte am Schluss allen, die zu dem gelungenen Abend beigetragen hatten, darunter auch den „Hüsiger Kuckucke“, die für die Bewirtung sorgten.