Steinen Aufatmen kann die Gugge noch nicht

Wahlen bei der Guggemusik Halli Galli Steinen: (von links) Sebastian Kähny, Sandra Burgert, Martin Fluri, Stefanie Wittmer, Lukas Wiedemann sowie Gugge-Chef Uwe Grauli. Foto: Ines Bode

Steinen - Aufatmen können die Musiker der Guggemusik Halli Galli Steinen noch nicht, aber man ist ein Stück weiter gekommen. Die Rede ist von der Suche nach einem neuen Proberaum. „Unsere Existenzgrundlage“, wie Guggechef Uwe Grauli formulierte.

Erstmals begrüßte der Vorsitzende im Domizil nahe des B 317-Kreisels auch Bürgermeister Gunther Braun zur Generalversammlung.

Vereinsheim

Ausführlich äußerte Braun sich zur Zukunft des Areals zwischen Höllstein und Steinen. Der vierspurige Ausbau der B 317 werde das Gebiet völlig neu gestalten. Die Bauphase starte um 2028/2030. Das Grünland rund ums Probelokal sei schon lange sehr begehrt, die Gemeinde erreichten viele Anfragen –­ vom Gartencenter bis zum Handwerksbetrieb. Laut aktuellen Plänen sei auch ein Tankcenter denkbar. In die Planung hinein spielte natürlich das Thema Fasnachtsumzug. Erst wenn der Ausbau der B 317 beendet sei, könne man über die Genehmigung der Umzugsstrecke Steinen-Höllstein reden. Braun sprach von der Idee, in der Fasnachtswoche auf dem Parkplatz der Wiesentalhalle ein mehrtägiges Narrendorf zu errichten. Ein Pluspunkt sei die vorhandene Infrastruktur. Nicht vom Tisch sei die alte Feuerwehrwache am Lindenplatz als Vereinsstätte. Hier wie anderswo reden allerdings die Anwohner mit (Lärm). Generell habe er die Musik- und Gesangvereine im Blick, deren Zahl leider rückläufig sei. Auch stellte Braun klar, dass die Gugge gewiss kein kleiner Verein sei: „Ihr seid ein wichtiger Verein, allein wegen vieler sozialer Aktivitäten.“

Dirigent Matthias Mond redete Tacheles und schlug zur Schaffung von Klarheit ein Treffen vor. Ein runder Tisch werde mit dem neuen Gemeinderat anberaumt, versprach Braun.

Rückschau

Passend zum Stichwort Anerkennung berichtete Grauli von Anfragen aus dem Umland. Angenommen wurde die Einladung der Trottwarschlurbi Lörrach, die 2020 für einen Burghof-Auftritt Verstärkung suchten. Dem Publikum vergnügliche Stunden zu bieten, sei das Anliegen. Das gelang mit neuem Hitpotenzial, durchaus betagt im Fall des „Everybody“-Krachers.

Darüber hinaus zeigte die Bilanz, dass die Musiker viel Spaß in eigenen Reihen erleben. Kollektive Heiterkeit begleitete die Rückschau der Schriftführerin Stefanie Wittner. 33 Auftritte umfasste die Saison mit regionaler Präsenz. Gar im Sommer werden öffentliche Auftritte bestritten.

Finanzen

Rechnerin Sandra Burgert wies eine vorbildliche Kassenführung vor, die im Minus mündete, basierend auf schwach besuchtem Guggeball. Gleichwohl bemühte sich der Verein um Unterstützung des Fördervereins der Grundschule Höllstein. Ein Benefizkonzert auf dem Cornimont-Platz erbrachte 2000 Euro.

Jugend

Uwe Grauli, seit zehn Jahren im Amt, sowie Matthias Mond, seit 2001 amtierend, plädierten für die Einbindung der jüngeren Generation in die Vorstandsarbeit. Ohnehin plant der Musikchef seinen Rückzug. Eine hoffnungsvolle Kraft fand man in Lukas Wiedemann, der alle Voraussetzungen erfülle, darunter zeitgemäßes musikalisches Gespür.

Wahlen

Lukas Wiedemann ersetzt Martin Fluri, bisher zweiter musikalischer Leiter sowie zweiter Vorsitzender. In diesem Amt wurde er bestätigt, ebenso wie Kassenwartin Sandra Burgert und Schriftführerin Stefanie Wittmer. Neu ist Kassenprüfer Sebastian Kähny. Mitglieder: 34, davon zwei Neuzugänge.

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