Steinen Aufgaben gemeinsam bewältigen

Ein Beispiel für eine praktizierte interkommunale Zusammenarbeit ist der Abwasserverband Mittleres Wiesental, der seine Kläranlage in Steinen hat.                                                                   Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen (hp). Den Neujahrsempfang der Gemeinde Steinen in der Wiesentalhalle nutzte Bürgermeister Gunther Braun, um für mehr interkommunale Zusammenarbeit zu werben.

Muss eine Gemeinde alleine ein Gerät anschaffen, das nur selten gebraucht wird, oder kann sie sich dazu nicht mit anderen Gemeinden zusammentun? Diese Frage taucht in Zeiten leerer Kassen immer wieder auf. Das Thema interkommunale Kooperation spielte auch bei der Rede von Bürgermeister Gunther Braun beim Neujahrsempfang in der Wiesentalhalle (wir berichteten) eine Rolle.

Was ist eine interkommunale Kooperation?

Bürgermeister Gunther Braun sagte beim Neujahrsempfang, dass eine interkommunale Kooperation die Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden zur Realisierung gemeinsamer Ziele und Aufgaben sei.

Weshalb überhaupt Kooperation?

Braun vertrat beim Neujahrsempfang die Auffassung, dass die Themen Kooperation und Zusammenarbeit für die kommunale Arbeit immer wichtiger werden. Dabei gehe es nicht darum, die Eigenständigkeit aufzugeben.

Was sagt der Steinener Gemeinderat?

Der Gemeinderat hat im vergangenen Jahr der Verwaltung den Auftrag gegeben, eine Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinden zu prüfen.

Wie könnte eine solche Kooperation aussehen?

Die Kooperation kann nach den Worten Brauns nachbarschaftsbezogen, Stadt-Umland-geprägt oder regionalorientiert sein.

Welches könnten die Aufgabenfelder sein?

Wichtige Aufgabenfelder der interkommunalen Zusammenarbeit sah Braun in den Bereichen Raumplanung, technische Infrastruktur, dem öffentlichen Personennahverkehr sowie dem Umweltschutz, der Kultur, dem Gesundheitswesen und der Fürsorge.

Gibt es bereits solch eine Zusammenarbeit?

Bürgermeister Braun nannte beim Neujahrsempfang als Beispiele einer bereits bestehenden Zusammenarbeit den Abwasserzweckverband Mittleres Wiesental, den Zweckverband Breitbandversorgung, die Musikschule Mittleres Wiesental, die Forstbetriebsgemeinschaft und die Kooperation im Tourismusbereich.

Gibt es weitere Kooperationen?

Bürgermeister Braun sagte, dass sich weitere Kooperationen aus der direkten Beteiligung bei der Badenova und der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden ergeben.

Gibt es Pläne für die Zukunft?

Bürgermeister Braun wies beim Neujahrsempfang auf die Möglichkeit einer engeren Zusammenarbeit auf dem Energie- und Nahwärmesektor hin. Hierzu habe bereits eine Bürgermeistersitzung stattgefunden.

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