Steinen Aus dem Wahlergebnis das Beste machen

Coronabedingt lag der Briefwahlanteil hoch. Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen (hp). Gewinne für Grüne, Verluste für CDU und SPD. So lässt sich das Ergebnis der Landtagswahl in einem Satz zusammenfassen.

Während Josha Frey am Sonntag 34,73 Prozent (2016: 30,63) der gültig abgegebenen Stimmen auf sich vereinen konnte, rutschte die CDU von 26,21 Prozent auf 22,47 Prozent und die SPD von 16,12 Prozent auf 12,41 Prozent ab. Der Stimmenanteil der AfD ging von 14,6 auf 9,94 Prozent zurück, während der der FDP von 5,48 Prozent auf 9,34 Prozent stieg. Lag die Wahlbeteiligung 2016 bei 72,1 Prozent, so sank sie 2021 auf 63,6.

Für die stellvertretende CDU-Vorsitzende Sabine Glaser war schon im Vorfeld der Landtagswahl klar, dass ihre Partei „kein super Wahlergebnis“ holen werde. Persönlich stimmt sie traurig, dass Christof Nitz trotz eines „super Wahlkampfs“ den Einzug in den Landtag nicht geschafft hat. Nitz hätte den Landkreis gut vertreten, so Glaser: „Nitz hat Ahnung von dem, was er redet.“ Klar habe die Pandemie den Wahlkampf erschwert. Ein Stand auf dem Marktplatz habe gezeigt, dass die Leute nicht stehen bleiben und reden wollen. Jetzt müsse man schauen, aus dem Wahlergebnis das Beste zu machen und sehen, dass es wieder aufwärts geht. Glaser räumt ein, dass Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann „nicht überzeugt hat“. Das Thema Corona und Schulöffnung habe einige Stimmen gekostet, so Glaser. Sie weiß von Lehrern, Eltern und Schülern, dass sie mit der Lösung nicht glücklich sind. Persönlich freut die stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende, dass die AfD nicht so stark geworden ist wie befürchtet.

„Mit einem blauen Auge davongekommen“ sieht Martin Kickhöfen, Vorsitzender des SPD-Ortsverbands, seine Partei bei der Landtagswahl angesichts der Prognosen. Gefreut hat ihn, dass Jonas Hoffmann in den Landtag einziehen wird. „Toll, dass wir einen nahtlosen Übergang von Rainer Stickelberger zu einem jungen, hoch qualifizierten Bewerber haben“, sagt Kickhöfen und ist davon überzeugt, dass Jonas Hoffmann eine Bereicherung sein wird.

Gespannt sieht Kickhöfen jetzt den Koalitionsverhandlungen und einer möglichen Regierungsbeteiligung entgegen. Die grün-rote Vorgängerregierung hat Kickhöfen als „durchaus erfolgreich“ in Erinnerung. Man müsse auch schauen, was mit der FDP machbar ist. Für ihn wäre das eine Alternative, die nicht ohne Reiz ist.

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