Steinen „Bei uns steht der Kunde im Fokus“

Die Rotzler-Firmenzentrale in Steinen. Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen (hp). Die Firma Rotzler ist ein weltweit führender Hersteller von hydraulischen Seilwinden und Windensystemen für das Heben und Ziehen von Lasten. Mit Geschäftsführer Jürgen Rotzler sprach anlässlich des hundertjährigen Firmenbestehens unser Redakteur Harald Pflüger.

Frage: Die Firma Rotzler feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Wie verwurzelt ist das Unternehmen, das hier aus kleinsten Anfängen entstanden ist, mit Steinen?

Natürlich sind wir mit Steinen fest verwurzelt. Hier hat mein Großvater Ernst Rotzler den Grundstein für das heutige Unternehmen gelegt. Das Zentrum der Rotzler-Gruppe, wenn man das so nennen kann, ist die in Steinen angesiedelte Rotzler Holding. Hier werden alle Entscheidungen für die Gruppe getroffen. Hier werden auch alle Produkte für die Gruppe entwickelt. Mittlerweile hat Rotzler allerdings auch weltweite Standorte, in Kanada, USA, Korea und Indien. Die Auslandsstandorte stehen aber nicht in Konkurrenz zu unserem Standort in Steinen. Jeder Standort bedient seine Region, denn der Kunde steht bei uns um Fokus, und da ist Kundennähe ein ganz wichtiger Teil davon.

Frage: Dann kann man die geplante Betriebserweiterung auch als ein Bekenntnis zum Standort

Frage: Steinen sehen?

Der Standort Steinen wurde nie in Frage gestellt.

Frage: Wie ist das Unternehmen im Jubiläumsjahr aufgestellt?

Rotzler ist heute ein weltweit führender Hersteller von hydraulischen Seilwinden und Systemlösungen. Seilwinden gab es bereits, als ich in das Unternehmen kam. Rotzler war damals mit Abstand führend in Deutschland, in gewissen Märkten sogar in Europa. Die letzten 30 Jahre waren auch immer Seilwinden im Zentrum unserer Produktpalette. Was dazu gekommen ist, ist, dass Rotzler von einem Lieferanten von Produkten auch zu einem Entwicklungs- und Systempartner geworden ist und dies auf einem sehr internationalen Niveau. Wir liefern auch heute hochwertige, innovative Seilwinden und dies weltweit in die verschiedensten Anwendungen. Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden beim An- und Einbau der Seilwinden oder entwickeln diesen für unsere Kunden komplett. Dies hat dann auch dazu geführt, dass wir komplette Steuerungssysteme, also viel Elektronik und Software liefern, um komplette Bergefahrzeuge mit einer Vielzahl unterschiedlicher Geräten, also Kran, Abstützungen, Winden etc. steuern. Eine große Rolle spielen heute auch Prozesse. Wir haben in verschiedenen Teilen dieser Welt Standorte, unsere Kunden sind weltweit verteilt. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch reibungslose und innovative Prozesse sind die Basis für eine erfolgreiche Arbeit.

Frage: Rotzler ist Spezialist von hydraulischen Seilwinden und Windensystemen für das Heben und Ziehen von Lasten. Ist diese Spezialisierung ein Vor- oder Nachteil?

Eine Spezialisierung ist aus meiner Sicht immer ein Vorteil. Man kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen, sondern man muss sich fokussieren und die vorhandenen Ressourcen gezielt einsetzen. Um heute erfolgreich zu sein, muss man bei dem was man tut, Experte sein. Dennoch analysieren wir natürlich ständig neue Chancen, bewerten diese und entscheiden, ob sie zu unserer Strategie passen.

Frage: Ist der Wettbewerb härter geworden?

Wettbewerb hat es schon immer gegeben. Er ist internationaler und damit auch aggressiver geworden. Darauf richtig zu reagieren ist sicherlich eine Herausforderung.

Frage: Wenn ja, wie reagieren Sie darauf?

Es geht darum, dem Kunden ein Gesamtpaket anzubieten, das für ihn attraktiv ist. Darin ist der Produktpreis natürlich ein wichtiger Teil. Aber auch Kundennähe, kurze Lieferzeiten, Service und Produktqualität spielen für den Kunden eine Rolle bei seiner Entscheidung für einen Lieferanten.

Frage: Wie stark profitiert Rotzler in Zeiten der Globalisierung vom Made in Germany?

Made in Germany hat sicherlich noch eine gewisse Strahlkraft in verschiedenen Teilen dieser Welt. Ob dies Rotzer heute noch hilft, Aufträge zu gewinnen, ist für mich nicht zu beurteilen. Andere Länder und Regionen dieser Welt haben sich sehr stark weiterentwickelt, gerade was Innovation und Ausbildung betrifft und in etlichen Bereichen mit Deutschland zumindest gleichgezogen. Letzten Endes ist es doch so, dass es an uns selbst liegt, wie erfolgreich wir sind.

Frage: Ihr Unternehmen unterstützte in der Vergangenheit zahlreiche Einrichtungen in der Wiesentalgemeinde. Welche Bedeutung hat für Sie soziales Engagement?

Wie am Anfang des Interviews bereits festgestellt, sind wir fest mit unserem Standort Steinen verwurzelt. Das spiegelt sich natürlich auch in unserem sozialen Engagement wider. Wir unterstützen Kinder- und Jugendarbeit in Steinen und seinen Ortsteilen.

Wir fördern die Jugendarbeit der lokalen Sportvereine wie dem TV Steinen, dem FC Steinen-Höllstein. Neu dazugekommen sind die jugendlichen Ringer aus Weitenau. Daneben spenden wir traditionell für Kindergärten und Kitas in Steinen und den Ortsteilen. Das ist für uns eine Herzensangelegenheit.

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