Steinen „Beitrag für mehr Sicherheit“

Markgräfler Tagblatt, 12.03.2018 22:00 Uhr

In die gegenwärtig laufende Diskussion um Tempo 30 in Steinen und den Ortsteilen meldet sich die Interessengemeinschaft (IG) Ortskern Steinen zu Wort.

Steinen (hp). In einem Brief an Bürgermeister Gunther Braun und die Gemeinderäte schreibt die Interessengemeinschaft, dass sie die Maximalforderung der Interessengruppe „Steinen im Wandel“ von Tempo 30 für ganz Steinen derzeit für unrealistisch und für nicht durchsetzbar hält. Die IG Ortskern Steinen plädiert stattdessen für Tempo 30 im inneren Ortskern. Überdies, heißt es in dem Brief weiter, zeigten rund 700 Unterschriften, dass es in der Bevölkerung Bedenken gegen ein flächendeckendes Tempo 30 gibt.

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Nun hat die IG Ortskern Steinen einen Abgrenzungsvorschlag erarbeitet, mit dem sie die Forderung der Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf nach Tempo 30 im Bereich von Schulen und Kindergärten unterstützen möchte. Der Vorschlag der IG Ortskern Steinen schließt jedoch die Bereiche Bahnhof, Mühlehof und die Einzelhandelsgeschäfte im Zentrum Steinens mit ein. Konkret schwebt ihr ein Tempolimit in der Lörracher Straße (L138) ab Höhe „Steingrill“, der Kanderner Straße (L 135) ab der Einmündung Köchlinstraße, der Kirchstraße ab der Einmündung Hebelstraße, der Bahnhofstraße ab der Fußwegverbindung zur Lörracher Straße, der Rotzlerstraße und in der Eisenbahnstraße vor. Auf den restlichen innerörtlichen Bereichen der Landesstraße würde weiter Tempo 50 gelten.

Der IG Ortskern ist es nach eigenen Angaben ein Anliegen, dass dieser Vorschlag im Gemeinderat diskutiert wird. Darüber hinaus sorgt sich die IG, dass das Gesamtverkehrskonzept durch die Debatte über Tempo 30 auf die lange Bank geschoben wird.

In dem von Nicole Göpper und Ulrich Strübe unterzeichneten Schreiben heißt es auch, dass Tempo 30 nicht das Allheilmittel zur Reduzierung des Gesamtverkehrsaufkommens ist, sondern lediglich ein Beitrag zu mehr Sicherheit und zur Lärmminderung. Nach wie vor seien Menschen im Ortskern, insbesondere in der Kanderner-, Lörracher- und Eisenbahnstraße, einem unzumutbaren Verkehraufkommen ausgesetzt. Verkehrslenkende Maßnahmen könnten hier zu einer nachhaltigen Entlastung und einer Verbesserung der Lebensqualität führen.

Zum Schluss merken die Verfasser noch an, dass ihr Schreiben vom November vergangenen Jahres vom Bürgermeister noch immer nicht beantwortet wurde.