Steinen Bis zu 10 000 Pakete täglich

Nach nur zehnmonatiger Bauzeit weiht der internationale Paket- und Expressdienstleister DPD am Dienstag, 5. September, sein neues Logistikzentrum in Steinen ein.

Steinen (hp). Pläne, das Gebiet zwischen dem Fluss Wiese und der B 317 für Gewerbeansiedlung zu nutzen, gibt es seit den 80er Jahren. Mit dem Bau eines Logistikzentrums im westlichen Bereich wurde ein erster Abschnitt bebaut. Ein Autohaus, eine Tankstelle und ein Schnellrestaurant im östlichen Teil der Fläche sollen folgen.

Der internationale Paket- und Expressdienstleister DPD investierte rund 16 Millionen Euro in ein neues Paketsortierzentrum in Steinen. Von diesen 16 Millionen Euro entfallen 13 Millionen Euro auf Grundstück, Gebäude und Außenanlage sowie drei Millionen Euro auf die Technik und Ausstattung.

Der Niederlassungsleiter für Freiburg und Steinen, Rüdiger Bächle, und der Nahverkehrs- und Umschlagsleiter des Steinener Depots, Waldemar Fot, werden ein Gebäude in Betrieb nehmen, das allen Anforderungen eines modernen Arbeitsplatzes Rechnung trägt.

Der neue Standort in Steinen ist für Thomas Ohnhaus, Regionalgeschäftsführer Süd bei DPD, eine wichtige Ergänzung der Infrastruktur im Südwesten Deutschlands. „Hier im Süden sind wir dringend auf zusätzliche Kapazitäten angewiesen, weil der boomende E-Commerce für stetig steigende Paketmengen sorgt“, sagte Ohnhaus beim Richtfest im Mai (wir berichteten).

Nach der Inbetriebnahme knapp vier Monate nach dem Richtfest wird der 78. Standort von DPD Deutschland vor allem das bestehende Paketdepot in Freiburg entlasten. Von Steinen aus bedient DPD den äußersten Südwesten Deutschlands im Dreiländereck und am Hochrhein, auch der Südschwarzwald bis in Höhe Müllheim wird von Steinen bedient werden. Zu Beginn sollen in Steinen täglich bis zu 10 000 Pakete umgeschlagen werden, zunächst werden dafür 18 Mitarbeiter im Paketumschlag und 60 bis 100 Arbeitskräfte in der Paketzustellung tätig sein.

Diese Kapazität kann laut DPD in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Das neue Depot im Gewerbegebiet an der Wiese in Steinen wird sich laut Rüdiger Bächle durch eine besonders hohe Energieeffizienz auszeichnen. So wird die Beheizung über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erfolgen. Darüber hinaus führt der neue Standort laut Unternehmen zu kürzeren Anfahrtswegen als zuvor, was den Umfang transportbedingter CO2-Emissionen senkt. Zudem hat sich DPD Deutschland nach eigenen Angaben zu einem vollständig klimaneutralen Paketversand verpflichtet.

Mit dem Bau des Paketsortierzentrums wurde auf dem 30 000 Quadratmeter großen Grundstück (wovon 21 100 Quadratmeter bebaut, beziehungsweise befestigt werden) im November 2016 begonnen; die offizielle Inbetriebnahme erfolgt nun am 5. September. Dann können sich die geladenen Gäste davon überzeugen, was die DAL Deutsche Anlagen Leasing und die List Bau innert kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben. Dabei werden sie auch einen Blick auf das Innenleben der Anlage mit ihren Förderbändern werfen können, die mit einem ausgeklügelten System für einen reibungslosen Umschlag der Pakete sorgen sollen.

„Hier im Süden sind wir dringend auf zusätzliche Kapazitäten angewiesen, weil der boomende E-Commerce für stetig steigende Paketmengen sorgt“, betonte Thomas Ohnhaus beim Richtfest im Mai. Ihm war damals besonders an der Feststellung gelegen, dass „die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Gunther Braun an der Spitze mit einem hohen Maß an Engagement und Professionalität“ die zügige Umsetzung des Projektes ermöglicht habe.

Der Standort Steinen wird Teil eines Unternehmens, das heute deutschlandweit 77 Depots und 6000 Pick-up-Paketshops besitzt, 8000 Mitarbeitern sowie       10 000 Zustellern einen Arbeitsplatz bietet und jährlich allein in Deutschland 350 Millionen Pakete „klimaneutral und ohne Mehrkosten für den Kunden“ befördert. Und er wird Teil eines globusumspannenden Netzwerkes, in dem allein in Europa 30 000 Mitarbeiter dafür sorgen, dass täglich mehr als vier Millionen Pakete zugestellt werden.

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