Steinen Dach der Saatschulhütte ist undicht

Der Wald wirft Gewinn ab. Foto: Sarah Trinler Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen (sat). Mit einem Überschuss von 87 000 Euro konnte das Forstwirtschaftsjahr 2015 abgeschlossen werden. Details dazu sowie der Betriebsplan 2017 wurden diese Woche im Gemeinderat vorgestellt. Letzterem wurde zugestimmt, ebenso der Dachsanierung an der Saatschulhütte Hägelberg.

Mit dem Ergebnis aus dem Jahr 2015 erwirtschaftete der Gemeindewald 36 000 Euro über Plan. In diesem Jahr werde der Überschuss wohl etwas geringer ausfallen, doch laufe das Forstwirtschaftsjahr 2016 planmäßig, hieß es in der Gemeinderatssitzung.

Wie Revierleiter Volker Resnik erläuterte, plane man im kommenden Jahr einen Einschlag von 7100 Festmetern. Den größten Anteil daran stellen das Nadel-Stammholz (2190 Festmeter), das Brennholz (1675) und das Laub-Industrieholz (1555 Festmeter). Somit könne mit Holzerlösen von 373 800 Euro gerechnet werden. Dies würde im Forstwirtschaftsjahr 2017 einen Überschuss von 50 000 Euro ergeben. Anpflanzungen sind 8000 Stück eingeplant, die sich auf Eiche (5300), Douglasie (1400) und sonstige Laubbäume (1300) verteilen.

Im Forstwirtschaftsjahr 2017 soll das Pflegeprogramm der Jungbestände zum Abschluss gebracht sowie der Verkehrssicherungshieb oberhalb der K 6310 am Steinenberg ausgeführt werden . Auf dem Plan steht zudem die Sanierung der Schwarzdecke am Mittleren Hauptweg des Friedhofs in Hägelberg sowie die Ersetzung der absterbenden Eschendickungen durch Eichenmischkulturen. Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat erklärte Resnik, dass das Eschentriebsterben zwar durchaus ein Problem darstelle, man aber insgesamt recht wenig Eschen im Steinener Wald habe.

Was dem Revierleiter Sorge bereitet ist der Zustand des Dachs der Saatschulhütte Hägelberg. Es sei undicht, immer wieder dringe Wasser durch und es sei zu befürchten, dass die Zersetzung der Bretter allmählich auf den Dachstuhl übergreife. Um dies zu vermeiden, sollte das Dach schnellstmöglich ersetzt werden, erklärte Volker Resnik.

Daher stand die Genehmigung einer außerplanmäßigen Ausgabe für die Dachsanierung auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Da sich die Brettschichtbauweise in Douglasie nicht bewährt habe, soll das neue Dach aus Lärche-Brettschindeln bestehen. Zwei Angebote wurden eingeholt, von denen sich das günstigste auf 19 000 Euro einer ortsansässigen Firma belaufe.

Norbert Götz (CDU) fragte, ob nicht ein Blechdach möglich wäre, das nicht nur länger halte, sondern auch günstiger wäre. „Mir geht es um die Ästhetik. Im Wald sollte mit Holz gearbeitet werden“, sagte Resnik. Auch Gabriele Kaiser-Bühler, Ortsvorsteherin Hägelbergs und CDU-Gemeinderätin, empfand ein Blechdach als „störend“. Mit einer Gegenstimme (Norbert Götz) wurde der außerplanmäßigen Ausgabe zugestimmt.

Der erwartete Überschuss für den Haushaltsplan 2016 reduziert sich somit auf rund 20 000 Euro.

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