Steinen Der Funke sprang aufs Publikum über

Szene aus dem Stück der Theatergruppe der Trachten- und Volkstanzgruppe Egringen. Foto: Vera Winter

Steinen-Hüsingen - Zum Auftakt des Theaternachmittags offerierten die Damen des Krankenpflegevereins Hüsingen eine üppig bestückte Kuchen- und Tortentafel zum Kaffee.

Viel Zuspruch

Die Vereinsvorsitzende Sonja Kuder freute sich über den guten Zuspruch, den die Einladung fand. Den bisherigen Altennachmittag hatte man um ein Mundartstück bereichert und die Einladung auf alle Altersgruppen und die umliegenden Gemeinden ausgeweitet.

Zu Beginn hielt Pfarrer Jochen Eber eine kurze Andacht zur Adventszeit.

Zum Lachen bringen

Die Theatergruppe der Trachten- und Volkstanzgruppe Egringen verstand es hervorragend, die Besucher zum Lachen zu bringen. Es gab viel Zwischenapplaus, und die Gruppe freute sich über das Mitmachen der Zuschauer. Der Dreiakter von Ulla Kling wurde von Regisseurin Heidi Brunner aus dem Österreichischen ins Alemannische übertragen. Eigentlich wurde ein ernstes Thema auf die Bühne gebracht, es ging um einen Generationenkonflikt. Doch man kam nicht umhin, sich zwischendurch die Lachtränen wegzuwischen. Drei Schwestern, die zusammen ein Lokal geführt hatten, wurden von Elviras Sohn Klaus (Stefan Trotter) und dessen Frau (Melanie Asal) für sechs Wochen in Kur geschickt. „In d’ Verbannig hän die uns gschickt“, meinten die Schwestern. Kräutertee sollten sie trinken und Schonkost essen. Auch die vom Kurarzt (Martin Heizmann) verordnete, „dem Alter angemessene“ Bewegungstherapie kam bei ihnen nicht gut an. Bald war der Pizzabote (Florian Gabriel) Stammlieferant der Damen. Die sich noch jung fühlende Elvira (Sonja Müller) begab sich schon bald auf eine „Thrombosestrumpfparty“, von der sie prompt einen Kurschatten mitbrachte. Das ließ sich Amalie (Daniela Ritter) nicht nehmen, und bald hatte auch sie einen „am Bändel“ (Hubert Heller und Joachim Ritter). Beide hatten keine Chancen. Elvira: „Jo, i ha di scho gärn, aber e Schnitzel han i au gärn.“ Ihr Erstaunen oder Ärgern betonte Amalie jedes Mal mit dem Satz „Oh du heilige Dreifaltigkeit.“ Dass die Schwestern Geld haben, nutzte der Neffe von Mia (Marianne Fischer) für sich aus. Max (Philipp Götzmann) lockte einiges an Geld aus ihr heraus, bis ihn Schwester Gertrud (Ronja Wenk) von der Rehaklinik dazu brachte, sich einen ehrlichen Job zu suchen. Mit Dagmar (Lena Riegert) fand auch der Pizzabote seine große Liebe. Die drei Seniorinnen ließen nach dem Kur-Ur-laub die Bombe platzen und stellten die nachfolgende Generation vor die Tatsache: „Mir mache grundsätzlich numme no, was mir wei.“

Publikum gelobt

Die Egringer Gruppe spielte so überzeugend, dass der Funke sofort auf die Besucher übersprang. Die Schauspieler lobten denn auch das Publikum fürs Mitmachen.

Die Vorstandsfrauen könnten sich vorstellen, wieder solch einen Theaternachmittag zu organisieren.

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