Steinen Die Gemeinde ist bunter geworden

Der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster (links) war auf seiner Sommertour zu Besuch in Steinen. Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen (hjh). Auf der Sommertour durch seinen Wahlkreis machte der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster am Freitag Station an einem Stück „blühendem Naturpark“, das die Gartenbauabteilung des Bauhofs der Gemeinde als Teil einer insgesamt 700 Quadratmeter umfassenden Fläche in Steinen und Höllstein bewirtschaftet und betreut. Die fachkundige Anleitung erfolgt durch den Naturpark Südschwarzwald.

Roland Schöttle und Holger Wegner stellten dem Abgeordneten „ihr“ zu dieser Jahreszeit fast schon ausgeblühtes Projekt „blühender Naturpark“ vor, das im Jahr 2003 bereits Fahrt aufnahm und mittlerweile den Zweck gut erfüllt: „Die Gemeinden und die Landschaften um sie herum sind bunt und artenreicher geworden.“

Jeder habe die Möglichkeit, die Landschaft um ihn herum zum Blühen zu bringen und damit Insekten, darunter die unter Pestiziden ganz besonders leidenden Bienen, Hummeln und Co. das in den vergangenen Jahren zurückgegangene Nahrungsangebot wieder vielfältiger zu gestalten. Menschen, so Holger Wegner, gewinnen dadurch an Lebensqualität, die Flächen werden attraktiver, der Erhalt der Artenvielfalt wird garantiert und die angestrebte ökologische Verbesserung öffentlicher und privater Flächen hat Zukunftschancen. Steinen hatte also gute Gründe, auf den Zug aufzuspringen.

Bauhofmitarbeiter Martin Stobbe führte Armin Schuster durch ein wild blühendes Paradies voller einjähriger Pflanzen, deren Tage gezählt sind, die bald abgemäht werden und erst im nächsten Jahr wieder neu angesät ihre volle Blütenpracht entfalten werden. Einige der von ihm und seinen Mitarbeitern betreuten Wiesen sind mit mehrjährigen Pflanzen bestückt, andere wie die beim Friedhof streichen nach einem Jahr schon die Segel, sind dafür aber wesentlich bunter, aber ebenso insektenfreundlich wie die Beete mit mehrjährigen Pflanzen und Stauden, die einzig und allein als Nahrungsquelle für Bienen dienen und Jahr für Jahr um ein weiteres Stück erweitert werden sollen, wobei natürlich nicht nur die Insekten, sondern auch die Gemeinde profitiert: „Wenn die Wiesen angelegt sind, müssen sie nur noch einmal pro Jahr und nicht alle paar Wochen gemäht werden.“

Mitten drin im kniehohen Feld erinnerte sich Armin Schuster daran, dass er begeisterter Hobbykoch sei und dass er schon deshalb versuchen werde, in seinem eigenen Garten ein solch insektenfreundliches Dauergrünland anzulegen.

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