Steinen „Ein Meilenstein für Hüsingen“

„Vor zehn Jahren hat alles in Höllstein angefangen“, erinnerte Katja Vargas bei der Begrüßung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Puzzlegruppe. Die Feier war gleichzeitig der Abschied von Hüsingen. Ina Felk ergänzte die Rede: „Ich weiß, was du sagen willst“.

Von Vera Winter

Steinen-Hüsingen. Über ihre beiden Töchter Victoria und Elsa waren Ina Felk und Katja Vargas befreundet. Sie hatten die Idee, nicht nur ihre eigenen, sondern auch die Kinder anderer Eltern zu betreuen. Schritt für Schritt kam es zur Einrichtung in Höllstein. Bald wurde es dort zu eng, und man fand in Hüsingen bei David und Sina Heinke im Alemannenring liebevolle Vermieter, die die Puzzlegruppe die vergangenen acht Jahre beherbergte. Genutzt wurde eine Einliegerwohnung mit Garten, die zusammen mit allen Eltern, den Vermietern und Freunden so ausstaffiert wurde, dass eine professionelle Einrichtung daraus wurde, die zum Teil über den Kinderschutzbund Schopfheim betrieben wurde.

Von Anfang an mit dabei war Steffi Alba, zunächst als Mutter, die das Angebot nutzte und bald schon als Helferin mitarbeitete. Sie bedankte sich herzlich für die schöne Zeit. Schwer fiel der Abschied auch Sina Heinke.

Doch es geht weiter. An derselben Stelle wird die Gemeinde Steinen vorübergehend die Krippe betreiben, bis der neu- und umgebaute Kindergarten an der Adelhauser Straße fertig ist. So fällt der Abschied den Tagesmüttern nicht so schwer. Michaela Sender del Castillo, Leiterin des Kindergartens Hüsingen, wird die Gruppe in der Laierstraße mit betreuen und durfte symbolisch bereits den Schlüssel im Empfang nehmen. Außerdem ein Apfelbäumchen, das an die Puzzlegruppe erinnern soll.

Kita ist im Herbst wieder bezugsfertig

Sven Schreiber, zuständig in der Gemeindeverwaltung für die Bereiche Schule, Bildung, Jugend, lobte die Einrichtung als „für Hüsingen ein großer Meilenstein“ für die Zukunft der Kinder. Im Herbst soll die Kindertagesstätte dann wieder bezugsfertig sein. Kirsten Trefzer vom Kinderschutzbund dankte den beiden Tagesmüttern für das, was sie geschaffen haben, mit dem professionellen Angebot haben sie „etwas Bleibendes geschaffen“.

Auch die Nachbarn waren eingeladen, darunter Oma Luise, die mit Rat und Tat zur Seite stand und den Kindern Früchte aus ihrem Garten brachte.

Nun wollten die jungen Frauen, nachdem ihre eigenen Kinder sie nicht mehr rund um die Uhr brauchen, an ihre eigene Ausbildung denken. Katja Vargas möchte das Fachabitur am Berufskolleg ablegen und im Anschluss Soziale Arbeit studieren. Katharina Felk hat nebenberuflich die Ausbildung zur Erzieherin begonnen und absolviert das Anerkennungsjahr in Weitenau. Steffi Alba bietet eine Waldgruppe an, die zusammen mit dem Kinderschutzbund Schopfheim betrieben wird.

Der Countdown läuft! Jetzt bis zum Jahresende gratis lesen. Schnell HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Alexej Nawalny

Der Fall Nawalny bringt die Bundesregierung in Zugzwang, sollte Moskau bei der Aufklärung weiterhin mauern. Ist eine Neuausrichtung der deutschen Russland-Politik jetzt unvermeidbar?

Ergebnis anzeigen
loading