Steinen Einsatz für friedliches Miteinander

Zu einer „Nachbarschaftstafel“ hatte die Initiative „Steinen im Wandel“ am Samstag eingeladen. Foto: Heiner Fabry

Steinen - Am Samstag hatte die Initiative „Steinen im Wandel“ zu einer Nachbarschaftstafel auf den Steinener Marktplatz eingeladen. Damit unterstützte sie die Aktion der „Offenen Gesellschaft“ und will sich für ein friedliches Zusammenleben der Menschen einsetzen.

Eingeladen waren alle Bürger, die sich für die Gemeinschaft der Menschen in Begegnung, Austausch und gemeinsamer Freude einsetzen und damit ein positives Bollwerk gegen Fremdenhass oder ein Erstarken des Nationalismus schaffen wollen. Und das könne halt am besten gefeiert werden, hieß es, wenn Menschen sich kennenlernen, begegnen, miteinander essen, singen oder vermutete Unterschiede überwinden.

"Nachbarschaftsladen"

Für das Fest in Steinen hatte man den Begriff „Nachbarschaftstafel“ gewählt. „Alle interessierten Mitbürger sind bewusst angesprochen. Es soll keine Unterschiede in Herkunft, Status oder sozialer Zugehörigkeit geben. Jeder kann teilnehmen, bringt mit, was er kann und gemeinsam wollen wir uns kennenlernen und mit einander fröhlich feiern“, erklärte Christine Ableidinger-Günther von der Gruppe „Steinen im Wandel“.

Die Aktion auf dem Marktplatz in Steinen war von den Aktiven von „Steinen im Wandel“ mit viel Liebe und Engagement vorbereitet worden. Obst, Salate und Gebäck türmten sich auf den Tischen, und Spielgeräte für Kinder standen auf den Bänken bereit. „Leider blieb der Ansturm der Bürger etwas hinter unseren Erwartungen zurück“, räumte die Sprecherin von „Steinen im Wandel“ ein. „Das mag an der Ferienzeit liegen, oder am eher unbeständigen Wetter, aber trotzdem ziehen wir ein eher positives Fazit.“

Die Betreiberin eines benachbarten Schreibwarenladens brachte schon zu Beginn der Nachbarschaftstafel zwei Kuchen als Geschenk vorbei, und Spaziergänger, die von der Versammlung auf dem Marktplatz überrascht waren, zeigten sich sehr interessiert und bestätigten, dass eine solche „Kennenlern-Aktion“ sehr begrüßenswert sei und Unterstützung verdiene.

„Wir sind wild entschlossen, diese Aktion die nächsten Jahre fortzusetzen“, erklärte Christine Ableidinger-Günther nach dem Ende der Nachbarschaftstafel. „Ich denke, es ist wie bei der Einführung einer neuen Bus-Linie, man darf nicht im ersten Jahr anhand der Fahrgäste im Bus darauf schließen, ob sich die Veränderung bewährt hat. Es braucht Zeit und viel Engagement, um zu sehen, welche Veränderungen sich durchsetzen und zu einer ständigen Einrichtung werden können“, so die Sprecherin von „Steinen im Wandel“.

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