Steinen „Es wird auf alle Fälle eine Verbesserung geben“

Der Bauausschuss sprach sich mit großer Mehrheit für die Schaffung einer Querungshilfe über die B 317 aus. Foto: Harald Pflüger Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen (hjh). Die Querungshilfe, die Fußgängern den Gang über die B 317 von Höllstein nach Steinen in Höhe des Sägewerks erleichtern soll, wurde von allen Fraktionen im Bauausschuss zwar „grundsätzlich begrüßt“. Und doch lieferte sie in der Sitzung des Gremiums am Dienstag ordentlich Zündstoff, weil vor allem die Ratsmitglieder der CDU die Begeisterung von Bauamtsleiter Dietmar Thurn über die sich nach langer Zeit abzeichnende Minimallösung, die er den Mitgliedern des Ausschusses vorstellte, nicht uneingeschränkt teilen mochten.

2,50 Meter breit soll die Furt über die Fahrbahn sein, die in der Mitte durch eine „Insel“ geteilt werden wird. Bernd Vosskuhl brachte dagegen „schwerste Bedenken“ vor. Er kritisierte, dass auf beiden Seiten der B 317 Radfahrer unterwegs sind, die in die Querungshilfe nicht einbezogen wurden. Und er bezweifelte, dass sich Fußgänger, die die Fahrbahn halbseitig überquert haben und auf der Insel Luft holen wollen für den zweiten schweren Gang auf die andere Seite, sicher fühlen können, wenn vor und hinter ihnen Lkws „durchbrettern“.

Bürgermeister Gunther Braun und Dietmar Thurn sind indes von der Planung überzeugt. Schließlich, so Braun, sei auf diesem Teilstück der B 317 die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer begrenzt, „so wie auf der Bahnhofstraße, und dort funktioniert das mit den Fußgängern ja auch“.

Damit verglich Braun nach Meinung von Bernd Vosskuhl Äpfel mit Birnen. Doch verhindern konnte der CDU-Gemeinderat das gegen seine Stimme bei einer Enthaltung von Gabriele Kaiser-Bühler positive Votum des Ausschusses für „Lösung B“ nicht. Seine Fraktionskollegin Kaiser-Bühler hatte schließlich auch versichert, dass die CDU „natürlich“ nichts gegen eine solche Querungshilfe einzuwenden habe, sich aber doch große Sorgen um die Sicherheit der Fußgänger mache, die sich beim Gang über die Fahrbahn geschützt fühlen könnten, ohne gut genug geschützt zu sein.

Die meisten in der Runde hielten es ohnehin mit Rainer Dürr, der bemerkte: „Alles, was dort gemacht wird, ist besser als jetzt.“ Dietmar Thurn, bei dem sich Rainer Eiche ausdrücklich für sein Engagement in dieser Sache bedankte, versicherte: „Mehr ist in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Regierungspräsidium derzeit nicht machbar. Es wird auf alle Fälle eine Verbesserung geben.“ Rudolf Steck wertete die Lösung „als Schritt in die richtige Richtung“.

Letztendlich wurde die Planung mit breiter Mehrheit genehmigt. Und Dietmar Thurn kann an seinem Vorhaben festhalten, das Projekt, „wenn alles planmäßig verläuft“, noch in diesem Jahr zu realisieren.

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