Steinen „Es wird bei uns starke Umbrüche geben“

Der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger (links) im Gespräch mit Steinens Bürgermeister Gunther Braun. Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen (hjh). Obwohl die obligatorischen 100 Tage nach dem Amtsantritt von Bürgermeister Gunther Braun noch nicht annähernd vorbei sind, hielt der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger einen „Amtsantritts- und Kennenlernbesuch“ im Rathaus Steinen für geboten.

„Mir als Abgeordnetem ist ein gutes Verhältnis zu den Kommunen sehr wichtig“, sagte Stickelberger bei seiner Visite am Dienstag. Der Wechsel an der Verwaltungsspitze sei außerdem „Grund und Anlass genug, die Zusammenarbeit anzubieten.“ Speziell gelte es nach dem Regierungswechsel in Stuttgart, die finanziellen Auswirkungen des neuen Landeshaushalts auf Landkreise und Kommunen auszuloten und im Auge zu behalten. Besondere Vorsicht sei geboten, wenn es darum gehe, den Gemeinden weitere Mittel zu streichen oder ihnen – wie Stickelberger betonte – „etwas wegzunehmen.“

Gunther Braun wies darauf hin, dass er im Rathaus „gut aufgenommen“ worden sei und dass er die volle Unterstützung seines Teams genieße. Derzeit sei er dabei, einiges aufzuarbeiten und zu prüfen, „was und wo an die neuen Gegebenheiten angepasst werden kann.“ Er sei bemüht, den Informationsaustausch zu verbessern und Möglichkeiten zu erkunden, „wie es am Speckgürtel von Basel weitergehen könnte“. Da seine Gemeinde nicht als Wirtschaftsstandort gelten könne, müsse man die Vorteile Steinens als „idealer Wohnort mit erstklassiger Infrastruktur“ in kleineren Projekten zur Geltung bringen und vorantreiben. Daran werde intensiv gearbeitet. Und er sei sicher: „Es wird im ganzen Tal und damit auch bei uns starke Umbrüche geben.“

Themen, über die sich Rainer Stickelberger im Beisein von Vertretern der örtlichen SPD und Christiane Cyperrek (Leiterin des Wahlkreisbüros) informieren ließ, waren Energie, Schule und Verkehr. Zufrieden nahm er zur Kenntnis, dass sich im Bereich Schule nach einem etwas holprigen Start rund um die Gemeinschaftsschulen (Stickelberger: „Die werden ganz sicher nicht aufgegeben“) „alles zum Guten“ entwickelt habe und dass Steinen „trotz der krankenden ÖPNV-Anbindung der Teilorte“ gut aufgestellt sei.

Es sei erfreulich, dass sich das befürchtete Konkurrenzdenken zischen den Schulen im Wiesental zugunsten eines konstruktiven Miteinanders gewandelt habe, betonten das Gemeindeoberhaupt und sein Gast aus Stuttgart übereinstimmend.

Stickelbergers besonderes Interesse galt allerdings dem Genossenschaftsprojekt „Energie aus Bürgerhand“ in Hägelberg, das man in ähnlicher Form bei der Versorgung anstehender Projekte im Quelleareal ins Visier zu nehmen beabsichtigt.

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