Steinen Familienbetrieb trotztder Corona-Pandemie

Flugschau im Vogelpark Steinen.Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Seit 41 Jahren gehört der Vogelpark Steinen zu den reizvollsten Ausflugszielen im Schwarzwald. Umso dankbarer sind die Parkbetreiber für die Unterstützung von Besuchern, die sie während der Corona-Pandemie erfahren dürfen. Denn die Einrichtung muss ohne (staatliche) Zuschüsse auskommen.

Steinen. Seit 1988 wird der 1980 eröffnete Vogelpark von der Familie Kasten geführt. Betreiber Gisbert Kasten sen. ist Geschäftsführer und arbeitet nach wie vor vormittags von 8 bis 12 Uhr in seinem Büro in Lörrach. Sonntags und feiertags sitzen er und seine Frau Hannelore an der Besucherkasse des Parks. Beide sind trotz fortgeschrittenem Alter, Gisbert Kasten sen. wird am 15. August 80 Jahre alt, noch fit, wie es in einer Mitteilung heißt.

Gisbert Kasten jun. und seine Frau Andrea arbeiten täglich im Park und führen durch die Greifvogel-Flugshows um 11 und 15 Uhr sowie die nachfolgenden moderierten Berberaffen-Fütterungen um 12 und 16 Uhr.

Die Parklandschaft mit zirka 100 000 Quadratmeter sowie die Volieren und Tiergehege, 14 Grillplätze, teils mit Schutzhütten, die drei Kinderspielplätze, Wassertret­stelle, Kräutergarten und vieles mehr wird von Beiden mit wenig Personal betreut. Bei Unwetter sind sie selbst nachts im Dienst. In der Verwaltung in Lörrach arbeiten die Töchter Annette und Beate halbtags im Familienbetrieb mit.

Noch vor der Corona-Pandemie wurden über 100 000 Euro in Attraktionen im mittleren und oberen Parkbereich investiert, in ein 1,50 Meter großes Wildbienen-Hotel mit Infoplakat, Uhu-Labyrinth, einen dritten Kinderspielplatz, sechs neue Grillplätze mit Schutzhütten, in die Steinwandstabilisierung vom Kräutergarten und etliche Reparaturen, die nach Saisonschluss Anfang November anfallen.

In der ersten Corona-Welle musste laut Mitteilung eine Umsatzeinbuße von etwas 200 000 Euro verkraftet werden, weil die Parköffnung erst zu einem späteren Zeitpunkt erlaubt war und seit Saisonschluss im November 2019 der Park Winterpause hatte. Besucher sind immer wieder erstaunt, dass der Vogelpark ein Familienbetrieb ist. Über 133 Saisonkarten, 88 Tier-Patenschaften und 43 Familienkarten wurden in der Corona-Pandemie bis heute verkauft.

Die Ferien-Aktionen für Kinder von sechs bis 16 Jahren werden auch diese Saison von der Biologin Renate Spanke angeboten. Am 2. August waren bereits 24 Mächen und Jungen bei der Aktion Tierpfleger und am 3. August zehn Kinder bei der Aktion Kängurus dabei.

Weitere Ferienaktionen finden sich auf der Website des Vogelparks. Die immer noch notwendigen Anmeldebögen, die von den Parkbesuchern ausgefüllt werden müssen, zeigen, dass die Gäste aus fast allen Bundesländern, aus Frankreich und der Schweiz kommen.

Der Vogelpark wird später dem Sohn Gisbert Kasten jun. übergeben. Bereits seit geraumer Zeit werden er und seine Frau Andrea in die Aufgaben eingearbeitet, so dass dann die Weiterführung problemlos erfolgen kann.

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