Steinen Fasnacht wird verbrannt

Steinen - Bitteres Wehklagen aus heißeren Kehlen hallte am Fasnachtsdienstag über den Steinener Marktplatz.

Viele in Schwarz, manche im Häs gekleidete Narren bestimmten die Szenerie an der Kanderner Straße. Hästräger hatten die Fasnachtspuppe dorthin getragen, vorneweg die Guggemusik der Frösche-Clique Höllstein. Unter lautem Schluchzen und Wehklagen verkündete Dieter Volz von der Narrenzunft Steinen-Höllstein, dass die Fasnacht nun vorbei sei. Volz sprach von einer anstrengenden aber schönen Kampagne mit guter Beteiligung. Einzig die Fasnachtseröffnung am Dreikönigstag hätte mehr Besucher verdient gehabt.

Bevor die Fasnachtspuppe dem Feuer überlassen wurde, tröstete Volz mit dem Hinweis, dass es ja glücklicherweise noch die Buurefasnacht gäbe.

Schlüsselrückgabe

Nach einer kurzen Nacht, bedingt durch die Fasnachtsverbrennung und den nachfolgenden Beizenbummel, machten sich Mitglieder der Narrenzunft Steinen-Höllstein am Mittwochvormittag auf zum Rathaus, um Bürgermeister Gunther Braun den am Schmutzigen Donnerstag abgenommenen Rathausschlüssel zurückzugeben.

Angeführt von Felix Kropf von der Höllsteiner Frösche-Clique ging es die Rathaustreppen hinauf ins Sitzungszimmer, wo Bürgermeister Gunther Braun und die Hägelberger Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler die Gäste empfingen. Das Gemeindeoberhaupt hörte von Felix Kropf, dass man sich nur ungern von der Macht trenne, aber alles eben seine Zeit habe. Die „fünfte Jahreszeit“ habe viel Geld gekostet, so Kropf, weshalb in der vor nicht einmal einer Woche konfiszierten Gemeindekasse Ebbe sei. Bevor er gemeinsam mit Petra Lieber den Rathausschlüssel aushändigte, dankte Kropf Bürgermeister Braun und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit während der Kampagne. Gunther Braun freute sich über das Lob, das er gerne an seine Mitarbeiter weitergebe, bat aber um Nachsicht, dass wegen der zeitgleichen Gemeinderatssitzung bei der Fasnachtsverbrennung niemand aus dem Rathaus und dem Gemeinderat habe dabei sein können. Die Narren hätten auch in diesem Jahr eine schöne Fasnacht geboten, lobte Braun. Schön sei auch gewesen, dass die Bevölkerung bei den Umzügen am Sonntag und Rosenmontag mitgemacht habe.

Heringsessen

Dann labten sich die Mitglieder der Narrenzunft und der wieder in Amt und Würden befindliche Bürgermeister nebst Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler an Salzgebäck und Getränken, ehe der Trauermarsch durch die Steinener Geschäftswelt ging und man sich zum Heringsessen im Gasthaus „Sonne“ traf.

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