Steinen Finale von Rock am Bruch

Holger Schlicht
Die Bühne steht schon mal parat für das letzte Festival. Foto: Holger Schlicht

Zum letzten Mal findet das legendäre Musikfest an diesem Wochenende statt. Warum dieses Ende kommt.

Damit geht eine 34-jährige Musik-Festival-Geschichte zu Ende. Einer der Organisatoren und Gründungsmitglieder, Rainer Dürr, ist schon etwas wehmütig, aber gleichzeitig auch erleichtert, zusammen mit Rainer Selz und den anderen Vereinsmitgliedern, diese Entscheidung getroffen zu haben.

Ein Kraftakt

„Es ist schon ein ziemlicher Aufwand, den wir da betreiben. Es hat aber auch immer trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Wir sind ein eingeschworener Haufen, und jeder weiß, was er zu tun hat, beziehungsweise jeder macht das, was er am besten kann und wovon er Ahnung hat. Aber wir werden halt auch älter und irgendwann, in diesem Fall jetzt, ist auch mal gut. Es wäre natürlich schön, wenn das Festival von jüngeren, genauso musikbegeisterten Menschen weitergeführt werden würde, aber dem ist leider nicht so.“

Keine Nachfolger

Das Rock am Bruch-Festival hat eine lange Geschichte. Im Jahr 1990 nahm das Projekt seinen Anfang und war vor allem in dem darauffolgenden Jahrzehnt eine Erfolgsgeschichte. Zu dieser Zeit wurde auch der Verein „Kulturaktion 90“ gegründet. Das erste Festival fand im Steinbruch in Lütschenbach statt, daher auch der Name „Rock am Bruch“. Damals trat Hary de Ville auf und lockte so viele Musikfans wie später nie mehr zum Rock am Bruch-Festival.

Einige Ortswechsel

In den Jahren darauf wechselte das Festival ein paar Mal den Veranstaltungsort und findet nun seit 1999 auf der Wiese unterhalb des Schillighofs statt. Die Veranstalter sind selbst große Musikfans, vor allem der etwas härteren Töne, achteten aber stets darauf, dem Publikum einen bunten Mix an Musikstilen zu bieten.

Das besondere am Rock am Bruch-Festival war aber immer auch, das es ein bezahlbares Musik- Fest mit einem Kinderprogramm voller Überraschungen und einem Open-Air-Kino-Film für die ganze Familie sein sollte.

Kein Kinderprogramm

Das Kinderprogramm konnte dieses Mal leider nicht auf die Beine gestellt werden, bedauerte Dürr, da die dafür bisher Verantwortliche für längere Zeit im Ausland weilt. Für die Fußballfans unter den Musikliebhabern werde man sich noch etwas überlegen – das Achtelfinalspiel zwischen Deutschland und Dänemark läuft ja parallel am Samstagabend. Das „Wie“ sei aber noch unklar und müsse nochmals diskutiert werden. Es werde aber auf jeden Fall eine Möglichkeit geben, das Spiel anzuschauen.

Fußball-Gucken möglich

Die Bühne und das Verpflegungszelt stehen allerdings trotz erschwerender Regenschauer schon, und am Wochenende soll laut Wettervorhersage auch das Wetter mitspielen.

Das Programm

Die auftretenden Bands für das Finale können sich auf jeden Fall sehen und hören lassen. Am Freitag spielt um 20 Uhr „Sausage of Fire“, deren Musiker aus dem Wiesental und Lörrach stammen und Rock der etwas härteren Gangart auf die Bühne bringen. Passend dazu wird die schon obligatorische und sehr scharfe „Chili-Wurst“ auf den Grill gelegt. Um 22 Uhr treten die Lombego Surfers aus Basel auf und spielen ihre spezielle Mischung aus Hardrock und Punk.

Am Samstag startet das Festival um 15 Uhr mit der Engels-Haus-Band, in der Menschen mit Behinderung eine Mischung aus verschiedenen bekannten Musikstücken, dirigiert von Christian Strütt, auf die Bühne bringen. Um 20 Uhr wird dann Steffi Lais mit Band die Fans mit ihrer tollen Stimme vor die Bühne locken, bevor „Electrified Soul“ aus Bad Säckingen den Abend mit feinstem Bluesrock abrunden und damit auch das letzte „Rock im Bruch-Festival“ musikalisch würdig zu Grabe tragen.

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