Steinen Grättimänner-Backen macht Spaß

Die ersten Grättimänner sind gebacken und liegen auf dem Backblech. Fotos: Christoph Schennen Foto: Markgräfler Tagblatt

Von Christoph Schennen

Insgesamt 14 Schüler des Collège St. Jean Baptiste De La Salle haben jetzt eine Woche in Steinen verbracht, wo sie mit Schülern des Meret-Oppenheim-Schulzentrums zusammentrafen. Zu den Höhepunkten des Aufenthaltes gehörte das Backen von Grättimännern am Nikolaustag, das den acht Mädchen und den sechs Jungen sichtlich gefiel. „Wir haben in unserer Schule keine Küche“, sagt Emanuelle Gauchet, die mit der Lehrerin Valerie Bost und der Zivildienstleistenden Sarah Mahut die Jugendlichen betreut. „Das ist etwas besonders für sie.“

Die Franzosen formen aus dem Teig einen Kopf, einen Körper mit zwei Armen und zwei Beinen. Schokoladenstücke werden auf Augenhöhe und entlang des Körpers in die Backware gesteckt. Er wird dann noch mit Eigelb bestrichen, und fertig ist der (noch ungebackene) Grättimann.

Heidi Thiel, Lehrerin für Sport und AES (Alltagskultur, Ernährung und Soziales), schiebt die Backwaren in den Ofen und probiert auch den ersten fertig gebackenen „Weckmann“ aus. Mmh, ist das lecker.

Die Jugendlichen haben das Gebäck auf dem Weihnachtsmarkt kennen- und nach der Backaktion auch lieben gelernt.

Auf dem Programm des deutsch-französischen Austausches standen unter anderem ein Besuch des Tinguely-Museums in Basel an, wo sie Kunstwerke des Schweizer Künstlers betrachten konnten. In Lörrach unternahmen die Franzosen eine Stadtrallye, außerdem wurde gekegelt.

Das Wochenende verbrachten sie in ihren Gastfamilien, wo Aktivitäten wie Schlittschuhlaufen oder Fußballspielen auf dem Programm standen.

In ihrer Schule in Arradon wollen die Heranwachsenden dann zeigen, was sie in Steinen und Umgebung gelernt haben. Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages, der immer am 22. Januar gefeiert wird, wird es in der Schule eine Ausstellung geben, kündigt Emanuelle Gauchet an.

Ferner beteiligt sich das Collège St. Jean Baptiste De La Salle an einem Erasmus-Programm, das Schüler aus fünf Nationen zusammenführt. Beteiligt sind Schulen aus Rumänien, Italien, Deutschland, Frankreich und der Türkei. Im März treffen sich in Frankreich rumänische, französische, italienische und türkische Schüler, um unter anderem eine Radiosendung in englischer und in ihrer Muttersprache zu produzieren. Bei einem anderen Treffen im April kommen Türken, Deutsche und Franzosen zusammen.

Und welche Eindrücke nehmen die französischen Schüler mit in ihre Heimat?

Bertille hat es gefallen, dass die Leute in Deutschland so nett sind. Außerdem findet sie es hier sehr sauber. Emanuelle Gauchet relativiert ihre Aussage; in der Bretagne sei es nicht mehr so dreckig wie einst.

Die deutschen Austauschschüler freuen sich auf den Mai, dann steht ihr Besuch am Atlantik an. Bis dahin haben sie noch ausreichend Zeit, um ihre Französisch-Kenntnisse zu verbessern.

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