Steinen Höllstein wird zum Freiluft-Kauhaus

Markgräfler Tagblatt, 10.06.2018 22:00 Uhr

Steinen-Höllstein (jab). Schlendern und stöbern, flanieren und feilschen: Unterm Motto „Höllstein räumt auf“ verwandelte sich der Steinener Ortsteil beim mittlerweile fünften Dorfflohmarkt am Samstag einmal mehr zum Freiluft-Kaufhaus und lockte zahllose Trödelfreunde und Schatzjäger ins Dorf. Das Wetter spielte ebenfalls mit. Ideale Voraussetzungen also für den gemütlichen Einkaufsbummel mit Schnäppchen- und Schwätzchengarantie.

Im Vorfeld hatten die Höllsteiner Häuser und Gärten, Speicher und Scheunen gründlich durchstöbert und zahllose Fundstücke zu Tage gefördert, die im eigenen Haushalt doch längst nicht mehr in Betrieb sind: Klamotten und Kinderspielzeug, Gefährte und Gartengerät, jede Menge Haushalts-Ausstattung, Bücher und Bilder. Garagen, Vorgärten und Innenhöfe waren da kurzerhand zum Verkaufsraum umfunktioniert worden, der Kreativität in Sachen Präsentation der Waren keine Grenzen gesetzt: Das Baugerüst als Kleiderständer, die (ebenfalls zu erstehende Staffelei) als Buchauslage und der Nadelbaum im Vorgarten als Lampenaufhängung.

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Einigermaßen unkompliziert ist ′es, den eigenen Trödel direkt vor die eigene Haustür zu platzieren, und so kommt es, dass beim Dorfflohmarkt neben dem üblichen Flohmarktsortiment auch großformatige Besitztümer feilgeboten werden: Das ausgewachsene Kinderbett oder ein antiker Sekretär, der Vertikutierer fürs gepflegte Gartengrün oder das Sortiment an Winterreifen – der nächste Schneefall kommt bestimmt.

Im Namen auch ihrer beiden Mit-Organisatoren Elke Kuttler-Heitz und Peter Meyer zeigte sich Anke Niehoff-Meyer – an diesen Tag selbst stolze Inhaberin eines „Ein-Euro-Shops“ – hochzufrieden mit Zu- und Ablauf des Dorfflohmarktes, und nicht zuletzt mit der Zahl der Mit-Trödler: Insgesamt 180 Teilnehmer zählte der Dorflohmarkt in diesem Jahr. Damit ist die Höllsteiner Auflage eine der größten unter den mittlerweile zahlreichen Dorfflohmärkte in der Region. Zusammen mit dem dörflichen Charakter des Örtchens verschafft diese Teilnehmerzahl den Besuchern ein dichtes Angebot, bei dem es zum nächsten Stand nie allzu weit, und oft genug nur ein Schritt ist – der nette Plausch zwischendurch natürlich inbegriffen.

 
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