Steinen „Ihr seid wichtig für die Gesellschaft“

Rund um den Weideschuppen in Endenburg fand das traditionelle Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Lörrach statt. Zum Abschluss gab es am Montag einen Lagerabend.

Steinen-Endenburg (hjh). „Da kann man nur den Hut ziehen“, rühmte Landrätin Marion Dammann das Team um den Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Hasler, das es problemlos geschafft hatte, über 500 Teilnehmer, darunter Jugendliche aus dem fast 500 Kilometer entfernten Unterbiberg und aus Leonberg, beim 21. Zeltlager der Jugendwehren des Landkreises Lörrach bei Laune zu halten.

Zur Abschlussveranstaltung am Montagabend kam eine hochkarätige Besuchsdelegation mit Vertretern der Feuerwehr Lublinec aus dem polnischen Partnerkreis, dem Bundestagsabgeordneten Christoph Hoffmann (FDP) und den beiden Landtagsabgeordneten Josha Frey (Grüne) und Rainer Stickelberger (SPD) sowie Kreisbrandmeister Christoph Glaisner.

„Toll und großartig“ fand die Landrätin, „was hier von den Helden des Alltags auf die Beine gestellt wurde.“ Etwas ganz besonderes sei es, dass sich bereits die Jugendlichen der Feuerwehren für andere engagieren. „Damit seid ihr für unsere Gesellschaft extrem wichtig“, sagte Dammann. Es sei tatsächlich etwas ganz Besonderes, für andere da zu sein und zu helfen, wenn Hilfe gebraucht wird. Denn diese Eigenschaft sei eine, die immer mehr verloren gehe. „Und“, so Marion Dammann, „ich glaube, auch im Namen der Abgeordneten zu sprechen, wir finden, dass das super ist und wir sind stolz auf die Feuerwehrfrauen und -männer von morgen.“

Die Feuerwehr lebe nach den Grundsätzen „Verantwortung, Respekt, Kameradschaft und Toleranz“. Das sei der Wertekodex, dem sie sich verschrieben habe. Und der mache auch das Zeltlager zu etwas ganz Besonderem. Denn wenn man den Kodex mal unter die Lupe nehme, dann stehe da zu lesen: „Wir übernehmen Verantwortung füreinander, wir respektieren andere Kulturen und Meinungen und freuen uns, wenn wir ein Ziel erreichen.“ Wenn alle nach solchen Grundsätzen handeln würden, dann, so Dammann, „ginge es uns allen um einiges besser.“ Ihre ganz besondere Freude gelte dem Besuch aus Lublinec, wo sie vor noch nicht allzu langer Zeit zusammen mit den dortigen Verantwortlichen zu dem Schluss gekommen sei, dass kulturelle Annäherungen vor allem mit der Jugend in Gang gebracht werden könnten. Sie habe laut nachgedacht, dass das am besten mit der Feuerwehr zu machen sei. Und sofort seien alle einverstanden gewesen, was nicht zuletzt deren partnerschaftlicher Besuch zum Abschlussfest unterstreichen würde.

Im Rahmen des Zeltlagers fand - bei strömendem Regen - der legendäre Martin-Schepperle-Gedächtnislauf statt, den in diesem Jahr die Feuerwehrjugend aus dem Kleinen Wiesental gewann.

Rund 300 Jungen zwischen zehn und 17 Jahren, 75 Mädchen gleichen Alters und 130 Betreuer nahmen an dem Lager teil. Die von Marion Dammann gepriesene Meisterleistung aber galt dann weiteren 500 Gästen, die am Abschlussabend die Teilnehmerzahlen auf über 1100 steigerten. 5400 Getränkeflaschen und 55 000 Liter Wasser wurden in den vergangenen vier Tagen verbraucht. Allein für den Abschiedsabend habe er, Markus Hasler, 250 Kilogramm Fleisch, 120 Laib Brot, 120 Kilo Bananen und 35 Kilo Essiggurken besorgt.

Jeden Morgen habe Gesamtkommandant Walter Bachmann 70 Laib Brot zum Frühstück nach Endenburg kutschiert, außerdem wurden täglich 100 Liter Milch getrunken. Und da alle sehr gesund leben wollten, verspeisten sie Tag für Tag mehrere Zentner Obst. Und da zu einem Lager unbedingt auch Lagerfeuer gehören, habe die Gemeinde insgesamt 110 Ster Holz bereitgestellt, von denen nur noch wenige Scheite übrig seien.

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