Steinen Man kann nie genügend Dachfläche haben

Markgräfler Tagblatt, 13.10.2017 00:00 Uhr

Steinen (jab). Als letzte größere Maßnahme im zentralen Werkhof wird noch in diesem Jahr eine Fahrzeugüberdachung entlang der östlichen Grundstücksgrenze gebaut. Kostenpunkt: 59 000 Euro.

Eigentlich sollte der großformatige Carport zusammen mit dem mittlerweile bereits errichteten Fahrzeugunterstand auf der gegenüberliegenden Seite des Areal gebaut werden; ein Angebot der schon mit dem ersten Carport beauftragten Firma lag vor. „Aufgrund extremer personeller Engpässe im Werkhof sowie in der Verwaltung konnte die Maßnahme 2016 aber nicht realisiert werden“, erläutert Bauamtsleiter Dietmar Thurn in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses.

Mit 59 000 Euro liegt das Angebot der Maulburger Firma etwas 8000 Euro über dem von 2015. Das Material sei mittlerweile teurer, außerdem werde mehr Stahl benötigt als im ersten Entwurf angenommen (Auflage des Prüfstatikers). Zudem seien im aktuellen Gebot auch die Kosten für die Statik und die Ausführungsplanung inbegriffen. Würde man hierfür eine externe Bauleitung beauftragen, wäre das teurer, legte Thurn dar. Man habe durchaus versucht, auch Angebote anderer Firmen einzuholen – „leider ohne Erfolg“. Die zusätzlichen überdachten Stellplätze seien auf jeden Fall nötig, bestätigte Thurn auf eine entsprechende Nachfrage von Roland Räuber von der Gemeinschaftsfraktion. Ausschussmitglied Norbert Götz (CDU) flankierte: „Man kann nie genug Dachfläche haben, um Maschinen drunter zu stellen.“

Die Kosten für den Carport sind im Haushalt 2017 nicht eingestellt und müssten außerplanmäßig bewilligt werden; dafür sollen überschüssige Mittel übertragen werden, die eigentlich für das Quelle-Areal/Alte Weberei geplant waren. Über dieses Prozedere zeigte sich Rudolf Steck (SPD) irritiert: Vorschläge des Gemeinderats, Geld auf diese Weise zwischen verschiedenen Kostenstellen umzuschichten, seien stets mit dem Verweis „geht nicht“ abgelehnt worden. In diesem Fall geht′es doch, erwiderte Thurn: Das Vorgehen sei mit der Kämmerei abgestimmt. Auf Anfrage von Günter Senn (SPD) versprach Thurn eine Gesamtschau der Kosten für den neuen Werkhof, die einen Überblick über die Kosten für externe Vergaben wie für die Eigenleistungen gibt.

 
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