Steinen Morgenthaler wird neuer Kämmerer

Ralph Lacher

Ron Morgenthaler, der bisherige Stadtkassenchef von Lörrach, wird neuer Kämmerer der Gemeinde Steinen.

Von Ralph Lacher

Steinen. Damit endet eine fast zweijährige Vakanz auf diesem Posten in der Gemeinde. Morgenthaler wird die Stelle wohl im Sommer oder Herbst antreten.

Der 35-jährige gebürtige Steinener lebt in Höllstein. Er wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung von Bürgermeister Gunther Braun als neuer Kämmerer präsentiert.

„Ich freue mich auf die Herausforderung in meinem Heimatort, weiß auch um die prekäre Finanzsituation“, sagte Morgenthaler gegenüber unserer Zeitung.

Schuldentilgung und Investitionsfähigkeit im Fokus

Er ist seit Oktober Leiter der Stadtkasse in Lörrach. Dort begann er im Jahr 2004 auch die Ausbildung zum Verwaltungs-Fachangestellten. 2015 machte er seinen Verwaltungs-Fachwirt.

An seiner neuer Wirkungsstätte will er die Schuldentilgung in den Fokus nehmen, von der hohen Darlehensquote herunter kommen und gleichzeitig der Kommune die Investitionsfähigkeit erhalten.

Bürgermeister Gunther Braun hätte Morgenthaler gerne schon im Sommer, auf Anfang Juli, im Team.

Laut der Kündigungsfrist ist der 1. Oktober allerdings der erste Arbeitstag von Morgenthaler. Braun will nun im Gespräch mit dem Lörracher Oberbürgermeister Jörg Lutz einen früheren Einstieg von Morgenthaler in Steinen möglich machen.

Zuletzt war die Gemeinde auf externe Hilfe angewiesen

Zuletzt hatte sich die Gemeinde bei der Haushaltsplanung Hilfe holen müssen. So hatten bei der Erstellung des Zahlenwerks für das Jahr 2023 der Rechtsanwalt und ehemalige Beigeordnete Schopfheims, Ruthard Hirschner, und Wolfgang Hafner, Professor an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, mitgearbeitet.

Ein großes und teures Projekt, das auf die Gemeinde zukommt, ist die Freibad-Sanierung. Dabei könnten zwei Becken, eines für Schwimmer und eines für Nichtschwimmer, gebaut werden. Zusätzlich ist noch an ein neues Planschbecken gedacht. Die Kosten liegen laut den bisherigen Berechnungen bei mehr als sieben Millionen Euro. Die Gemeinde hatte auf eine Förderung gehofft, wurde aber nicht berücksichtigt.

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