Steinen Perspektiven für den Ort entwickeln

Trägt Verantwortung für die Gemeinde und den Ortsteil Hägelberg: Ortvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen-Hägelberg (hf). Vom Ortschaftsrat gewählt, vom Gemeinderat bestätigt und vom Bürgermeister verpflichtet, sind in Steinen vier Ortsvorsteherin und ein Ortsvorsteher im Amt. In einer Serie stellen wir sie vor. Heute: Gabriele Kaiser-Bühler, Ortsvorsteherin von Hägelberg.

Seit der Kommunalwahl im Jahr 2014 steht Gabriele Kaiser-Bühler dem Dorf am Eingang des Südschwarzwalds als Ortsvorsteherin vor. Die beliebte und erfahrene Kommunalpolitikerin übernimmt in Steinen seit 2014 politische Verantwortung im Gemeinderat und ging aus der letzten Kommunalwahl als „Stimmenkönigin“ hervor. Auf die Frage, was die Hausfrau und Mutter, die vielfach ehrenamtlich im Dorf und in der Gemeinde tätig ist, bewogen hat, sich der Zusatzbelastung als Ortsvorsteherin in Hägelberg zu stellen, muss die engagierte Politikerin nicht lange überlegen. „Wir sehen uns in Steinen vielfachen Herausforderungen gegenüber. Trotzdem ist es mir ein Anliegen, zusammen mit den Bürgern von Hägelberg und den Vereinen und der Gemeinde gemeinsam dafür zu arbeiten, dass unser Dorf eine gute Zukunft sicherstellen kann, und für unsere Dorfgemeinschaft im Verbund mit der Gemeinde und den übrigen Ortsteilen unseren Mitbürgern im Dorf eine verlässliche und nachhaltige Zukunftsperspektive zu entwickeln.“

Die anstehenden Herausforderungen sind wahrlich keine kleinen. Wegen der finanziellen Situation sind in der Gemeinde die Mittel begrenzt. Trotzdem sieht sich die erfahrene Ortsvorsteherin mit konkreten Notlagen konfrontiert, die dringend Lösungen erfordern.

„Da ist zum einen das Kindergartenproblem, das auch für die Gesamtgemeinde zum Problem werden kann“, beschreibt Gabriele Kaiser-Bühler die größte Sorge im Dorf. Nach den Erhebungen im Sommer 2019 erwartet Hägelberg mindestens doppelt so viele Anmeldungen für das nächste Kindergartenjahr wie freie Plätze zur Verfügung stehen. „Wenn Eltern keine Kindergartenplätze für ihre Kinder finden, werden sie in die Kindergärten der Gemeinde und der umliegenden Ortsteile auszuweichen“, so Gabriele Kaiser-Bühler. „Aber das verschärft das Problem nur.“ Denn auch in Steinen fehlen Plätze für die Kinder. Der Kindergarten in Hägelberg muss dringend erneuert werden. Aber dazu fehlt es an Geld für einen Neubau. „Das Problem kann nur in einer großen Gemeinschaftsaktion der Gemeinde und aller Ortsteile gelöst werden“, befindet die Ortsvorsteherin, die auf die Solidarität des Gemeinderats und der Ortschaftsräte hofft, wie auch auf die Mithilfe des Landratsamts.

Auch das Rathaus in Hägelberg bedürfe dringend einer Sanierung, welche die Ortsverwaltung alleine nicht stemmen könne. „Dafür haben wir nach langen Jahren der Bemühungen das neue Dorfgemeinschaftshaus bauen und einweihen können“, freut sich die Ortsvorsteherin. „Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der Gemeinde mag diese Investition wie ein ‚Luxusproblem‘ erscheinen“, führt Gabriele Kaiser-Bühler aus. „Aber man muss auch bedenken, dass der Bau des Dorfgemeinschaftshauses nur durch die starke Mitwirkung der Vereine und der Bürger des Dorfes, die eigene Mittel und beachtenswerte Eigenleistungen eingebracht haben, möglich wurde.“ Angesichts dieser starken Gemeinschaftsleistung ist Gabriele Kaiser-Bühler zuversichtlich, dass die weiteren Mittel für die Vollendung des neuen Hauses aufgebracht werden können.

In der Mittelanmeldung für 2020 sind Mittel für die Planung eines neuen Kindergartens in der Gesamtgemeinde und den Abschluss des laufenden Breitbandprojektes vorgesehen. „Bei unserem Dorfgemeinschaftshaus haben wir von der positiven Unterstützung durch den Steinener Gemeinderat und von der Rückendeckung der übrigen Ortsteile profitieren können“, räumt die Ortsvorsteherin ein, für die sie sich herzlich bedankt. „Bei einem so überzeugenden Gemeinschaftswillen der Gemeinde und der Ortsteile werden wir auch gute Chancen haben, die noch anstehenden Aufgaben gemeinsam zum Wohl der Gesamtgemeinde zu bewältigen“, so Kaiser-Bühler.

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