Steinen Potpourri zum Thema Wasser

Markgräfler Tagblatt, 11.10.2017 00:00 Uhr

Steinen-Hüsingen (w). War das Müslerfest zum 775-jährigen Bestehen Hüsingens überwiegend den kulinarischen Genüssen gewidmet, so kamen beim Brunnenfest die Konzertfreunde auf ihre Kosten. Die Halle war schön dekoriert und an den Stellwänden hingen Fotos von Hüsingen, als die Festlichkeiten mit einem Gottesdienst eröffnet wurden. Viele Gottesdienstbesucher blieben bis zum anschließenden Mittagessen.

Zum Frühschoppen spielte die Spielvereinigung von Akkordeonorchester Lörrach und Harmonika-Club Haltingen, was das Herz begehrte. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Am Nachmittag konnten die Jüngsten bei der Jugendfeuerwehr im Gerätehaus Segelschiffe basteln. Mit Feuereifer waren die Mädchen und Jungen bei der Sache, unterstützt von ehrgeizigen Eltern und Großeltern. Die Juroren Wolfram Wagner, Anita Waibel und Manuela Sutter hatten es schwer, sich zu entscheiden, wer das schönste Boot hat. Die Boote von Laura Winter, Luca Sturm, Leo und Lara Koch waren ihre Favoriten, und die Erbauer durften sich Kuchen und ein Getränk abholen.

Der Nachmittag war ebenfalls der Musik gewidmet. Die Hüsinger Sänger unter der Leitung von Dirigent Dieter Waibel gestalteten ein Liederpotpourri, in dem es ums Thema Wasser ging. „Mädchen am Brunnen“, „Schau dir an mein Schifflein“, „Loreley“ und „Plovi plovi“ fanden anerkennenden Beifall.

Zwischendurch berichtete Ortsvorsteher Holger Sutter von den Hüsinger Brunnen und der 1908 gelegten Wasserleitung. Dieter Waibel las ein extra zum Brunnenfest verfasstes Gedicht von Hugo Sturm vor.

Nach zwei Jahren Pause kam der Chorale Concordia aus Blotzheim wieder nach Hüsingen. Die Sänger erinnern sich gerne an das Rebenfest, bei dem sie mit 40 Mann auftraten. „Diesmol hämmer kei Dütsch im Repertoire“, erklärte Vorsitzender Pierre Lang. Dafür sangen die Gäste mit „La lune est morte“ von Les Frêres Jacques ein bekanntes romantisches Lied sowie eines der ältesten Lieder Frankreichs: „L’amour de moi“.

Anschließend trugen die Hüsinger Sänger alemannischer Lieder von Roland Hofmaier, den Knastbrüdern und Frank Dietsche vor.

Fulminant legte anschließend der Gemischte Chor Eichen unter Leitung von Dieter Waibel los. „Rossignol“, „Su le paradiso“, „Lied aus den Bergen“ und „Schön war die Zeit“ brachten Stimmung in die Halle. Unterbrochen wurden die musikalischen Darbietungen durch ein „VIP-Interview“. Jonas Urschel, Ortsvorsteher Holger Sutter, Hugo Sturm und Vera Winter antworteten unter anderem auf die Frage, was ihnen am Dorf gefällt und was weniger. Auf die Frage, wie Verstärkung für den Männerchor gefunden werden kann, kam der Tipp, dass die Sänger persönlich auf die Leute zugehen sollten.

 
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