Steinen Rege Nachfrage nach Bauflächen

Steinen-Hägelberg (gp). Trotz drückender Schwüle war das Hägelberger Rathaus bei der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates fast bis auf den letzten Platz besetzt. Vor allem bauliche Entscheidungen standen auf der Tagesordnung, aber auch der neue Haushaltsentwurf für 2016.

Die Bauplanungen für das vom Gemeinderat 2013 beschlossene neue Baugebiet „Im Zirkel“ hatten in der Vergangenheit bereits für viele Diskussionen im Dorf gesorgt. Volker Fischer, Geschäftsführer des Bauträgers Mawo, erläuterte den Versammelten die aktuellen Planungsänderungen. Für das Baugebiet sind insgesamt sechs Passivhäuser geplant. Unter anderem wurden einige Grundstückslinien und die Erschließungsstraße etwas verschoben, so dass Nachbargrundstücke nicht mehr von der Planung beschnitten werden. Aus den Reihen der Ortschaftsräte war man sich einig, dass eine offizielle Fußwegverbindung vom Wendehammer „Im Ziegelacker“ auf den neuen Straßenteil „Im Zirkel“ ausdrücklich gewünscht wird. Auch der Vorschlag von Ortschaftsrat Dieter Trinler, die neue Erschließung für das Baugebiet „Im Zirkel“ zum Beispiel als Einbahnstraße oder auch als Rechtsabbiegerverbot anzulegen, wurde in den Beschluss zur Prüfung mit aufgenommen und die Planung einstimmig befürwortet.

Abgelehnt wurde hingegen mit sechs Stimmen und einer Enthaltung die Bauvoranfrage für ein Grundstück am Ende der Rechbergstraße (Hägstel), bei der es zahlreiche Abweichungen gegenüber den Vorgaben aus dem Bebauungsplan gab. Vor allem die Überschreitung der Baugrenze durch den Carport und die Garage wurden kritisch gesehen. Hinsichtlich der Abweichungen beim Dach plädierte Ortschaftsrätin Anja Ott dafür, das Dach so zu belassen, wie es geplant sei.

Als Vorschlag zur Ausarbeitung der neuen Friedhofssatzung für die Gesamtgemeinde gaben die Hägelberger mit auf den Weg, dass man bei Urnengräbern innerhalb der Liegezeit von 15 Jahren grundsätzlich die Möglichkeit haben sollte, weitere Urnen mit ins Grab legen zu können. Einig war man sich im Ortschaftsrat auch darüber, dass Kindergräber längere Liegezeiten bekommen sollten als 15 Jahre.

Zum Abschluss dankte Gabriele Kaiser-Bühler allen, die beim Brunnenfest mitgeholfen haben und freute sich, dass ein Gewinn erzielt werden konnte. „Die Hälfte der Erlöse bekommt die Jugendfeuerwehr, die andere Hälfte wird der Ortschaftsrat für sinnvolle Maßnahmen in Hägelberg verwenden“, so die Ortsvorsteherin. Zudem kündigte sie an, dass am 20. August die Bagger anrücken werden für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses. Die Kanalisationsarbeiten und der Rohbau seien jetzt vergeben an eine Firma aus Bernau. „Wir benötigen noch einiges an Eigenleistung, Handwerker ebenso wie Handlager und Organisatoren sind herzlich willkommen“, ermutigte Gabriele Kaiser-Bühler die Hägelberger. Ihr Stellvertreter Gunther Braun ergänzte, dass auch Ausstattungsmaterial für die neue Halle abgegeben werden könne, wie zum Beispiel Geschirr. Unter www.hägelberg.de gibt es eine Helferliste, auf der sich Bürger zur Mithilfe eintragen können. Interessierte können sich natürlich auch direkt bei der Ortsverwaltung melden, unter post@ov-haegelberg.de oder telefonisch unter 07627/8023.

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