Steinen Rückblick auf einsatzreiches Jahr

Ehrungen bei der Generalversammlung der Gesamtwehr Steinen: (von links) Gesamtkommandant Walter Bachmann, Rolf Brutschin, Ulf Janssen, Stefan Dett, Hildolf Schwald, Matthias Grether, Jürgen Wagner, Harald Heitz, Bürgermeister Gunther Braun und der stellvertretende Kreisbrandmeister Dietmar Fink.                                                                                                                                                                                                                                             Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

Der Großbrand, dem vor einer Woche in Hüsingen Tiere und ein landwirtschaftlich genutztes Gebäude zum Opfer fielen, steckt den Feuerwehrabteilungen des Kernorts und aller Ortsteile noch in den Knochen.

Steinen (hjh). Natürlich war der Großbrand auch Thema bei der Jahreshauptversammlung, zu der die Mitglieder der Gesamtwehr am Samstag in der Wiesentalhalle zusammenkamen. Schließlich, so Gesamtkommandant Walter Bachmann, stellte der Brand für alle Beteiligten eine ganz besondere Herausforderung dar. Den Helfern sowie der Bevölkerung wurde viel abverlangt. Als Fazit hielt Walter Bachmann fest: „Bei allem entstandenen Schaden konnten wir durch das beherzte und professionelle Eingreifen Schlimmeres verhindern.“ Bachmanns größtes Kompliment galt der Bevölkerung Hüsingens, die sich ums leibliche Wohl der Einsatzkräfte kümmerte.

Bürgermeister Gunther Braun unterstrich angesichts des Brands die Wichtigkeit gemeinsamer Übungen und ausreichender Wassermengen. Es habe sich gezeigt, dass Befürchtungen in Endenburg tatsächlich nicht grundlos geäußert würden. Und er versprach, dass die Wasserversorgung bei anstehenden Budgetierungen gebührend berücksichtigt würde. Er erinnerte aber auch daran, dass er bei Entscheidungen zusammen mit den Gemeinderäten die Gesamtgemeinde im Blick haben müsse.

Im Bericht der Kommandanten zeigte sich, dass es den Helfern im blauen Rock 2017 an Arbeit nicht mangelte. 98 Einsätze wurden notiert. Es sei fast schon ein turbulentes Jahr gewesen, betonte Michael Lauer, der stolz darauf verwies, dass allein bei 72 technischen Hilfeleistungen 16 Personen gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden konnten. Er verschweig aber auch nicht, dass bei vier Personen „trotz schnellen Eingreifens jede Hilfe zu spät“ gekommen sei. Möglich wurde die beeindruckende Bilanz unter anderem deshalb, weil sich auch im vergangenen Jahr wieder 131 Männer und Frauen über den normalen Übungs- und Einsatzdienst hinaus aus- und fortgebildet haben. Und natürlich auch deshalb, weil die Kommune die Finanzmittel zur Ergänzung und zur Verbesserung der Ausrüstung der Wehren zur Verfügung gestellt habe. Damit konnten unter anderem die Feuerwehr Höllstein mit einem Gerätehaus (780 000 Euro) und einem LF 10 (258 000 Euro) ausgestattet beziehungsweise aufgerüstet werden. Um den Entscheidungsträgern in der Gemeinde „Planungssicherheit“ zu garantieren, versprach Walter Bachmann, den Feuerwehrbedarfsplan für die kommenden Jahre so fortzuschreiben, „dass wir den aktuell guten technischen Stand halten können.“

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

Newsticker

blank

Umfrage

fafe02b0-19df-11ea-8a47-8b6f47fa27ae.jpg

Beim vergangenen SPD-Parteitag wurden die Außenseiter Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans an die Spitze gewählt. Werden die Sozialdemokraten mit der neuen Personalie an Stärke gewinnen?

Ergebnis anzeigen
loading