Steinen Starkregengutachten wird abgewartet

Ein Grundstückskauf stand auf der Tagesordnung des Finanz- und Verwaltungsausschusses. Foto: oh

Steinen-Hägelberg - Der Finanz- und Verwaltungsausschuss hat sich am Dienstagabend mit einer Kaufanfrage für ein Grundstück am Neumattgraben in Hägelberg und dem Weg entlang des Bachs beschäftigt.

Der Kaufinteressent aus Hägelberg besitzt weite Teile des Gebiets rund um das Fließgewässer. Der Ausschuss entschied einstimmig, dem Vorschlag von Bauamtsleiter Dietmar Thurn zu folgen, wonach erst das Ergebnis des Starkregengutachtens abgewartet werden soll, ehe man über das Kaufgesuch entscheidet. Das Starkregengutachten, das alle Ortsgemeinden umfasst, wird für nächstes oder übernächstes Jahr erwartet und soll auch diesen Bach untersuchen.

Thurn tendiert dazu, den Weg und das Grundstück nicht zu verkaufen. „Ich kann mich an keinen Fall erinnern, wo wir den Weg entlang eines Gewässers verkauft haben“, so Thurn. Es gehe für die Gemeinde darum, den Zugang zum Bach, der als Gewässer zweiter Ordnung klassifiziert sei, zu erhalten. Die Gemeinde sei schließlich zuständig für die Gewässerpflege. Bei den Starkregenereignissen in Weitenau und Schlächtenhaus habe sich gezeigt, dass man schnell an die hochwasserführenden Gewässer rankommen müsse. Ferner kam es vor, dass Rohre beim Biotop im Neumattgraben verstopft waren, so dass man die Einlagerungen entfernen musste. Das alles sei schwieriger, wenn man sich mit rechtlicher Hilfe einen Zugang zum Gewässer verschaffen müsse.

Beim Grundstück, das der Anlieger kaufen will, handelt es sich um ein Biotop, das allerdings versandet ist. Es soll wieder als Tümpel beziehungsweise Biotop hergestellt werden. Der Anlieger wurde vor einiger Zeit aufgefordert, das Biotop zu renaturieren, was allerdings nicht erfolgte. Marc Sutterer (CDU) stellte fest, dass das Landratsamt, das den dort vorhandenen Bachlauf derzeit betreut (Auffüllung, Bachrenaturierung), den derzeit nicht vorhandenen Weg entlang des Gewässers wieder herstellen müsse.

Sutterer sagte, es sei „schlüssig“, dass der Hägelberger angesichts seines Grundbesitzes in diesem Tal diesen Weg erwerben wolle. Ulrike Mölbert (Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf) sagte, das auf Gemeindegrund liegende Biotop müsse wieder hergestellt werden und schlug vor, den Anlieger die Renaturierung zu überlassen. Erfolge diese nicht innerhalb eines festgelegten Zeitraums, falle das Grundstück an die Gemeinde zurück. Rudolf Steck (SPD) plädierte dafür, das Starkregengutachten abzuwarten. Es müsse geschaut werden, ob die Gemeinde die Fläche entlang des Grabens für größere Baggerarbeiten brauche. „Die Angelegenheit darf nicht in Vergessenheit geraten“, so der Genosse.

Abschließend brachte die CDU einen Antrag ein, wonach der Ausschuss die Entscheidung auf Veräußerung von Grundstück und Teilstück des Weges zurückstellt, bis das Starkregengutachten vorliegt. Dem stimmten alle Ausschussmitglieder zu.

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