Steinen Start in die fünfte Jahreszeit

Mit den Hemdglunkiumzügen in Steinen und Maulburg startete die Fasnacht in ihre heiße Phase.

Steinen/Maulburg (os/hf). Bis Aschermittwoch ist Steinens Bürgermeister Gunther Braun sein Amt los - Steinens und Höllsteins weiß gekleidete Narrenschar zog am „Schmutzige Dunschdig“ gemeinsam zum Steinener Rathaus. Dort erwartete Bürgermeister Gunther Braun auf der Rathaustreppe große und kleine Glunkis, vor allem aber die neuen Regenten aus der Führungsmannschaft der Narrenzunft Steinen-Höllstein, Dieter Volz von den Häfnetgeistern, Svenja Kiefer von den Höllsteiner Frösche und Julia Burger von der Fasnachtsgesellschaft Steinen.

Die drei Vertreter der Narrenzunft nahmen den Bürgermeister in ihre Mitte und Dieter Volz blies dem Bürgermeister in gereimten Versen den Marsch.

„De Burgi vom Hägelberger Buckel obe, wird jetzt sinere Macht enthobe. Als Schwob er d’Gemikasse cheinem will geh, doch mir Narre din sie trotzdem neh. Die Kasse isch mehr leer als voll, au de Gmeirot findet des nit so toll“.

Bürgermeister Gunther Braun machte sich, nachdem er den Rathausschlüssel übergeben und dafür ein Nachthemd samt Schlafmütze übergestreift bekommen hatte, seinen ganz eigenen Reim auf das Steinener Fasnachtsmotto „Nit lafere - liefere“. Braun dichtete: „Der Rathausschlüssel ist euer Begehr, die Hergabe fällt mit nicht so schwer. Regiert mit Bedacht, dass hier endlich was geschafft. Nit lafere - liefere. Und weiter: „Die Kasse, in Steinen nicht mehr ganz so leer, geb ich deshalb nicht so gerne her. Denn wir wollen hier noch was reißen, dazu brauchen wir was zum Beißen.“ Der neue Rathaus-Chef Dieter Volz nahm die Hinweise seines „Vorgängers“ zur Kenntnis, verlas die närrischen Gesetze und danach zog der von der Frösche-Gugge angeführte Hemdglunkiumzug durch Steinen und zum Marktplatz, wo ausgelassen gefeiert wurde.

Maulburger Glunkifeier im Garten des „Gleis 7“

Mit dem Hemdglunki-Treiben wurde auch in Maulburg lautstark in die fünfte Jahreszeit gestartet und die Straßenfasnacht eröffnet.

Veränderte Umstände zwangen die Narrenzunft zwar zu Improvisationen, aber der guten Laune und der ausgelassenen Stimmung taten die Veränderungen keinen Abbruch. Da die Alemannenhalle in diesem Jahr für die anschließende Narrenparty nicht zur Verfügung stand, hatten sich die Maulburger Narren kurzerhand für einen verkürzten Umzugsweg entschieden. Als Ersatz für die Halle hatte Markus Höfle vom Restaurant „Gleis 7“ seinen Garten als Veranstaltungsort für die Party angeboten. Also zogen die Maulburger Hemdglunki vom Rathaus los. Es ging über die Hermann-Burte-Straße in die Neue Straße. Nach dem Bahnübergang bog der Zug nach rechts in die Bahnhofstraße, wo am „Gleis 7“, gegenüber vom Bahnhof, schon bald das Ziel erreicht war.

Im Garten hatte der neue Veranstalter mit hoch loderndem Feuer und Party-Zelten eine fröhliche Festlandschaft gestaltet, bei der die bunte Dekoration nicht fehlte. Im Schein der Holzfeuer spielte die Maulburger Zunftmusik mit zünftigen Fasnachtsklängen auf. Unter den Zeltdächern sorgten eifrige Helfer der Narrenzunft dafür, dass es den Hemdglunki – großen wie kleinen – an nichts fehlte. So war der Maulburger Hemdglunkiumzug mit der zugehörigen Narrenparty gerettet. Das Wetter war auch auf der Seite der Narren. Es war zwar kalt, aber im Verlauf des Abends setzte sich immer mehr die Meinung durch, dass eine fasnächtliche Garten-Party bei einem solchen Ambiente und einer solchen Stimmung einen ganz neuen Reiz entwickelt.

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