Steinen Theatervernügen mit Aussicht

Anfangs noch drei eingefleischte Junggesellen, wird das Leben von Peter, Pauli und Juli wird durch ein Findelkind gehörig auf den Kopf gestellt. Foto: Gabriele Poppen Foto: Markgräfler Tagblatt

Steinen-Hägelberg (gp). Zum Sommerfest des Hägelberger Kranken- und Altenpflegevereins (KAV) brillierte die Laien-Theaterspielgruppe des Frauenvereins Schlächtenhaus-Hofen mit dem heiteren Mundart-Schwank „Die drei Eisbären“.

Die Fläche vor der Waldschänke war denn auch bis auf den sprichwörtlich letzten Sitzplatz belegt. Unter der neuen, wenn auch noch unvollständigen Tanzbodenüberdachung hätte die Aufführung auch bei Regen stattfinden können, der jedoch weit und breit nicht in Sicht war.

„Ein Weib ist in jedem Alter zum Fürchten“ lautet eine der felsenfesten Überzeugungen der drei Junggesellen Juli, Peter und Pauli, die auf ihrem Hof mit der betagten und sehr resoluten Haushälterin Veronika zusammenleben.

Das Weltbild der drei Burschen kommt jedoch stark ins Wanken, als eines Tages ein Findelkind vor ihrer Haustüre abgelegt wird und ihnen der Pfarrer die Magd Marleen zur Unterstützung bei der Pflege vorbeischickt. Marleen gewinnt die Herzen im Sturm, und es entbrennt ein Buhlen um die Gunst der schönen Magd. Aus den „Eisbären“ werden fein herausgeputzte Herren und die Versuche von Viehhändler Huber, die zwar wohlhabende, aber schrille Hasloch-Bäuerin mit einem der Burschen zu verkuppeln, scheitern kläglich. Man(n) ist sich einig, dass Marleen auf dem Hof bleiben soll, aber um das „Wie“ schleichen die drei Burschen herum wie die Katze um den heißen Brei.

Während Peter und Pauli sich zum Heiraten doch nicht recht durchringen können, schafft es Marleen, dass Juli sich schließlich traut, ihr bei einigen Gläschen „Wii“ seine Liebe zu gestehen, oder, wie Veronika es ausdrückt: „Die Männer sin Bäre und mir Fraue muen ihnen s’Danze beibringe“.

Viel Applaus erhielten die Mitwirkenden für das gelungen lebhafte Schauspiel, das im Publikum immer wieder für Lacher und Erheiterung gesorgt hatte. Akteure auf und hinter der Bühne waren Alexander Ratsch als Juli, Beate Brendle als Peter, Martina Müller als Pauli und Diana Strohmeier als Marleen. Waltraud Leonhardt spielte die Haushälterin, Susanne Brutschin war Viehhändler Huber und führte auch Regie, die Haslocherin wurde von Ruth Strohmeier gespielt. Textliche Unterstützung kam von Verena Roßkopf als Souffleuse.

„Ihr seid einfach spitze“, bedankte sich Hägelbergs Ortsvorsteherin und Vorsitzende des Kanken- und Altenpflegevereins, Gabriele Kaiser-Bühler, bei der Laientheatergruppe und überreichte gemeinsam mit ihrer Vorstandskollegin Helga Bühler jedem auf der Bühne eine Rose.

Ein weiterer großer Dank ging auch an Dieter und Detlef Hann, die sich sehr engagiert um die Verwirklichung und Fertigstellung der wetterfesten Überdachung des Tanzbodens vor der Waldschänke bemühen. Auch die Spendenerlöse des Abends und der Gewinn aus der Bewirtung sollen in die Überdachung investiert werden, bei der noch die endgültige Plane und einige Traversenteile fehlen. Einige Tage vor dem Sommerfest war die provisorische Plane bei starkem Wind von den Trägern gerissen worden, Detlef und Dieter Hann hatten sie aber rechtzeitig zur Theateraufführung wieder neu gerichtet. Nach dem Ende des Stücks saßen viele bis in die späten Abendstunden vor der Waldschänke zusammen, und die letzten Gäste halfen dem Team des Kranken- und Altenpflegevereins dann noch mit beim Abbauen, so dass dies innerhalb kurzer Zeit bewerkstelligt werden konnte.

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