Steinen Vereinsziel nach 19 Jahren erreicht

Wer nach Hägelberg fährt, kann auf der linken Seite sehen, wofür der Hallenbauförderverein (HBFV) im Jahr 1997 gegründet und wofür seit 1998 ein Bergfest ausgerichtet wurde – zugunsten eines Dorfgemeinschaftshauses.

Steinen-Hägelberg. Trotz kühlen Regenwetters hatten viele Besucher am Sonntag den Weg zum Bergfest gefunden. Einige Frischluftfreunde hatten sich ihr Plätzchen draußen gesucht, während die Waldschenke voll besetzt war und der Musikverein Steinen mit schwungvollen Melodien für Stimmung sorgte.

„Wir sind froh, dass wir das Ziel erreicht haben“, resümierte Frank Passenheim, seit 2011 Vorsitzender des Hallenbaufördervereins. Gemeinsam mit dem ehemaligen Vereinsvorstand Bernd Glaser hatte er zum Bergfest eine Chronik – von der alten Turnhalle, eingeweiht 1927, bis zum neuen Dorfgemeinschaftshaus – angefertigt. Daraus war zu entnehmen, dass der Hägelberger Gemeinderat schon 1962 Schritte für eine neue Turnhalle in die Wege einleitete – hatte sich die Einwohnerzahl durch das Baugebiet „In den Bergen“ doch nahezu verdoppelt. Mit ihren knapp 80 Quadratmetern wurde die alte Halle, die nach dem Zweiten Weltkrieg vorübergehend als Pferdestall genutzt worden war, den gewachsenen Anforderungen nicht mehr gerecht. Aber erst 1995 kam wieder Bewegung in das Projekt, und ein Jahr später beteiligten sich alle Hägelberger Vereine und die Spielstube an den Planungen für eine neue Halle. 1997 wurde der Förderverein gegründet.

Nachdem der Gemeinderat Steinen im Jahr 2000 einstimmig den Beschluss für eine Mehrzweckhalle in Hägelberg gefasst hatte, wurde das Projekt im Jahr darauf wegen dringender Sanierungsmaßnahmen am Schulzentrum wieder auf Eis gelegt. Auf Anregung von Bernd Glaser kam 2008 wieder Bewegung in das Projekt „Halle Hägelberg“, die finanzielle Lage der Gemeinde erlaubte aber erst ab 2011 konkrete Überlegungen. Es folgten zwei „Runde Tische“ in Steinen, und der Hallenbauförderverein präsentierte dem Gemeinderat 2012 schließlich eine Planung. Nachdem der damalige Bürgermeister Rainer König, Hägelbergs Ortsvorsteher Hans-Georg Koger sowie Edgar Fischer und Frank Passenheim vom Hallenbauförderverein bei einem Besuch im Regierungspräsidium Freiburg die Fördermöglichkeiten für die Halle ausgelotet hatten, stellte der Gemeinderat Planungsmittel in den Haushalt ein. Auf Vorschlag der Hägelberger Vereine machte Sabine Braun 2013 einen Vorentwurf.

„Halle 2015, mir lön nit luck“ steht fast prophetisch auf den T-Shirts des Hallenbaufördervereins. „Eigentlich haben wir selbst nicht an dieses Datum geglaubt“, erzählt Frank Passenheim, „aber am Ende hat es gepasst.“ Denn schon am 18. März 2014 waren die Fördergelder bewilligt worden, und besonders beim Spatenstich am 20. Juni 2015 herrschte große Freude über den Erfolg, der dank vieler Unterstützer und der Bemühungen des Hallenbaufördervereins erzielt werden konnte. Und so wird das Dorfgemeinschaftshaus bald viele neue Möglichkeiten eröffnen.

Weitere Informationen: Bei der Generalversammlung im November wird der Hallenbauförderverein seine Auflösung beschließen, die Zukunft des Bergfestes ist momentan noch offen.

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