Steinen-Hägelberg (gp). Mit einem Bilanzgewinn von rund 62400 Euro in 2014 kann bei der Genossenschaft „Energie aus Bürgerhand Hägelberg“ (EABH) erstmals eine Dividende auf die Genossenschaftsanteile ausbezahlt werden. Dies wurde in der Generalversammlung beschlossen.

Unter anderem sprachen sich Willi Keim, bisheriger Berater für Finanz- und Rechnungswesen, und Steuerberater Jochen Kaltenbach gegen eine Dividende zum jetzigen Zeitpunkt aus. Dies solle man erst veranlassen, wenn die Investitionsphase abgeschlossen und die zahlenden Abnehmer konkret überschaubar seien. Gunther Braun und Aufsichtsrat Dieter Hann plädierten klar für die Dividende, vor allem als Ausdruck der Wertschätzung der Genossenschaftsmitglieder und als deutliches positives Signal in die Zukunft. Der ehemalige erste Vorstand Thilo Merkt unterstrich, dass für ihn als Wärmekunden entscheidend sei, dass er günstig und umweltfreundlich Wärme beziehen könne, wohingegen ein anderer Zuhörer sein Interesse an einer Dividende zum Ausdruck brachte.

Nach Diskussion über das Für und Wider einer Dividendenausschüttung von vier Prozent stimmten die anwesenden Mitglieder schließlich für die Ausschüttung. Diese wird für das Geschäftsjahr 2014 auf die Anteile ausgezahlt, die bis Ende 2013 von den Mitgliedern gehalten wurden. 17 Mitglieder stimmten dafür, 13 dagegen, es gab eine Enthaltung.

Ein weiteres zukunftsweisendes Projekt sei die Verwirklichung des Glasfasernetzes in Hägelberg, so Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Rösch. Durch die Initiative der EABH liegt in Hägelberg bereits ein Glasfasernetz im Boden und somit sei man das einzige Dorf in der Region, das ein solches Netz konkret in Arbeit habe. Mit dem Glasfaserkabel könne man gleich zwei Ziele erreichen: Zum einen eine optimale direkte interne Steuerung der Heizanlage mit automatischer Verbrauchsabrechnung und eine Versorgung der Hägelberger Haushalte mit modernsten Telekommunikationsmöglichkeiten und Highspeed-Internet.

Vor drei Monaten habe das offizielle Glasfaserteam seine Startsitzung absolviert und arbeite nun, neben den zahlreichen schon geleisteten Verlegearbeiten am Netz, an der Fertigstellung einer umfassenden Projektbeschreibung und Umsetzungsplanung bis hin zum funktionsfähigen Netz. Dieses Mandat wolle die Glasfasergruppe, für die Peter Poppen neu die Koordination übernommen hat, noch an einer Dorfveranstaltung vorstellen.