Steinen-Hägelberg. Die Bauphase ist geschafft, das Nahwärmenetz liefert Wärme – eigentlich könnten sich die Verantwortlichen der Genossenschaft Energie aus Bürgerhand Hägelberg erst einmal gemütlich zurücklehnen. Das ist allerdings nicht die Art der EABH.

Getreu dem Motto „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein“ lud die EABH zu einem Zukunftsworkshop in die Waldschenke ein. Gemeinsam mit Salina Centgraf vom Forschungsinstitut „Helmholtz Centre for Environmental Research“ hatten Vorstand Manfred Ruf und Aufsichtsrat Jürgen Rösch den Workshop vorbereitet.

Zuerst einmal wurde die aktuelle Situation genauer unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass mehr Beteiligung durch die Bürger wünschenswert wäre, insbesondere von den jüngeren. Denn oft ist die Verantwortung für Aktionen auf wenige – und stets die gleichen – Schultern verteilt.

Danach gingen die Workshop-Teilnehmer dazu über, Visionen zu diskutieren. Und dabei waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt – vom Seminarhotel über den Energiespielplatz bis hin zum kostenlosen Elektroauto standen viele ambitionierte Ideen im Raum. Natürlich braucht man zur Umsetzung von Visionen aber auch immer die notwendige Unterstützung, sowohl personell als auch finanziell.

Zurzeit steht auch noch ein anderes Projekt im Fokus – die Einrichtung eines Glasfasernetzes im Dorf. Ein engagiertes Team ist seit Anfang des Jahres dabei, Glasfaserkabel zu verlegen und in den Haushalten anzuschließen. Außerdem wurden kürzlich zwei neue Hackschnitzelöfen angeschafft, um auch in strengen Wintern für alle neuen Kunden genug Wärme produzieren zu können.

Auf die Frage „Lassen sich auch jüngere Menschen für das Thema Energiewende begeistern?“ hat die EABH eine Antwort gefunden. Man plant Kontakt zu Schulen im Landkreis aufzunehmen, um dort im Rahmen des Unterrichts das Projekt und die Thematik „Erneuerbare Energien“ vorzustellen.

u Weitere Informationen unter www.eabh.de.